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Ende einer Legende

Abriss in der Altstadt Ende einer Legende

Ein bisschen Wehmut kommt bei dem einen oder anderen Passanten schon auf, der beim Abriss der „Frau Clara“ in Eckernförde am Montag zuschaut. Viele Erinnerungen sind mit dem legendären Lokal verbunden.

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Die Stunde für „Frau Clara“ ist gekommen: Das marode Haus muss weichen und macht einem Neubau Platz.

Quelle: Kai Pörksen

Eckernförde. Doch bei genauerem Hinschauen sind die meisten doch dankbar, dass in all den Jahren nichts passiert ist. Von Brandschutz ist nämlich nichts zu bemerken, die Balken sind verfault, die Decke marode und die Ziegel locker.

„Wir haben uns mit der Firma Steinkopf für ein erfahrenes Abrissunternehmen entschieden“, sagt Björn Gallenkamp, gemeinsam mit Anja Niemann-Remien Eigner des Gebäude-Ensembles. Mit dem Abriss des extrem schmalen „Grünen Hauses“ in der St.-Nicolai-Straße habe die Firma ihr Meisterstück abgeliefert.

Auch hier muss der Baggerfahrer aufpassen, denn die „Frau Clara“, etwa um 1910 entstanden, wurde lässig gegen die Wände der nebenstehenden Häuser gebaut, deren Außenwände fortan die Innenwände des Frau-Clara-Gebäudes wurden. Ein bisschen Putz kam drauf, fertig. Von Brandmauern keine Spur. „Man kann von Glück sagen, dass es nie Probleme gegeben hat“, so Gallenkamp.

Am Abend war vom Gebäude nichts mehr zu sehen. Das Hofgebäude solle jedoch bestehen bleiben, werde saniert und diene als Sozialraum für das vorne entstehende Geschäft im Erdgeschoss, über dem drei Wohnungen geplant seien, so der Bauherr. Bis Jahresende soll die Gründung fertig sein, Ende des nächsten Jahres der Neubau.

Auch eine Straße weiter fällt ein Haus: Per Hand tragen die Bauarbeiter zurzeit den Dachstuhl des Hauses Nicolai-Straße 11 ab, das im Juli Opfer eine Brandes geworden war. Das Haus war durch das Löschwasser unbewohnbar geworden, zwei Geschäfte im Erdgeschoss, Meerwerk und Der Barbier, mussten auf andere Lokalitäten ausweichen und haben diese am Ochsenkopf (Meerwerk) und im Nachbarhaus in der Nicolaistraße (Der Barbier) dauerhaft gefunden. Eine Renovierung wie ursprünglich angedacht erschien dem Barkelsbyer Eigentümer, der bis Redaktionsschluss nicht erreichbar war, nicht machbar. Auch hier soll ein Neubau entstehen.

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