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Entchen sind Klassiker

Souvenirs an der Küste Entchen sind Klassiker

Von Schlüsselanhänger bis Schlips, Postkarte bis Plakat, Schneekugel bis Stocknagel: Souvenirs beweisen, dass man herumkommt. Längst haben Touristikbetriebe auch schicke und modisch-coole Mitbringsel aufgelegt. Trotzdem: Reißenden Absatz finden an der Küste die Klassiker.

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Johannes und Anna aus der Nähe von Nürnberg finden die Stickerkarte, das Gummi-Entchen mit Eckernförde-Schriftzug und den Holzkutter niedlich. Prompt reisen am Wochenende ein paar typische Souvenirs von der Küste mit nach Bayern.

Quelle: Cornelia Müller

Eckernförde. Christian Dursteler aus Celle hat die Richtige gefunden. Die Postkarte, die die Hafensilhouette von Eckernförde zeigt, davor traumhaft blau das Wasser. Am letzten Urlaubstag kauft er sie am Info-Punkt der Touristik in der City. „Briefmarke?“, fragt Mitarbeitern Angelika Nissen. Der Feriengast, der vier Mal im Jahr mit Ehefrau Angela für ein paar Tage nach Eckernförde reist, sagt bedeutungsvoll: „Ich habe was damit vor.“ Gern verrät er seinen Plan. „Ich will euer Wahrzeichen auf meinem Wohnmobil durch die Gegend fahren. Da scheint mir der Rundspeicher passend. Von dem Motiv will ich einen 1,5 Meter breiten Aufkleber haben, der hinten aufs Wohnmobil kommt. Mal sehen, was machbar ist.“ So was hat selbst die Touristikerin noch nie gehört. „Postkarten gehen ohnehin weg wie warme Semmeln. Die Leute schreiben noch!“, betont sie.

 Martin Vagt aus Hamburg hat die Regale mit den Eckernförde-Souvenirs ins Visier genommen. Doch weder T-Shirts in Modefarben mit dezentem Schriftzug noch flotte Umhängetaschen oder Stadtrucksäcke, die mit Buchstaben spielen, finden sein Interesse. „Ich liebe Becher mit Eckernförde-Motiv. In meiner Dienststelle in Hamburg stehen sie längst“, gesteht er. Weil seine Familie das Ostseebad liebt, hat sie eine Ferienwohnung in der Altstadt gekauft. „Zum Info-Punkt komme ich trotzdem ständig, weil ich tolle Veranstaltungstipps bekomme – und immer neue Kaffeetassen entdecke.“

 „Das ist repräsentativ“, bestätigt Angelika Nissen. „Neben Postkarten sind Becher, Kühlschrankmagneten, Autoaufkleber in Fischform und Kugelschreiber extrem beliebt.“ Was es hier nicht gibt, ist klassischer Kitsch wie Schneekugeln, Wandteller, Stocknägel mit Wappen. „Ich werde oft danach gefragt“, räumt sie ein. Dann zeigt sie stattdessen den edlen Edelstahl-Einkaufswagen-Chip mit Eichhörnchenmotiv, dem Eckernfördes Wappentier. „Doch den meisten steht der Sinn nicht nach Ausgefallenem.“ Pfiffige Accessoires mit lokal-maritimer Note, wie sie in Kiel in großer Auswahl zu haben sind, „scheinen stärker Einheimische zu reizen“.

 Urlauber, die sich ein dann doch besonderes Teil leisten, tragen das später stolz beim nächsten Besuch zur Schau. Andrea Denkler und Günther Keim, die spontan aus Bayern angereist und auf Zimmersuche sind, outen sich mit wertiger Eckernförde-Tasche als Fans. „Die habe ich in einem anderen Jahr gekauft. Wenn ich herfahre, muss sie mit“, bestätigt Denkler. Gar kein Souvenir will dagegen Familie Kröner aus der Nähe von Nürnberg kaufen. Die Kinder Anna (8) und Johannes (11) fischen jedoch schnell einen kleinen Holzkutter, eine Stickerkarte und ein Entchen aus dem Regal. Die Eltern sehen sich lachend an und zücken dann doch das Geld.

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Cornelia Müller
Eckernförder Nachrichten

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