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Senioren erleben moderne Medien

Gettorf Senioren erleben moderne Medien

Zur vierten Erlebniswoche stellte der Gettorfer Seniorenbeirat ein vielfältiges Programm auf die Beine. Die viertägige Aktion unter dem Motto "Neue digitale Information, Kommunikation und Medien" wurde am Dienstag eröffnet. Diesen Job übernahmen Bürgermeister Jürgen Baasch (SPD) und Rapsblütenkönigin Kimberley Litzner (19).

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Eröffneten die Erlebniswoche in der Fußgängerzone: Jutta Kock (Kreisseniorenbeirat), Thomas Grötsch (Handels- und Gewerbeverein), Rapsblütenkönigin Kimberley Litzner, Roland Lauterbach (Seniorenbeirat), Bürgermeister Jürgen Baasch und Manfred Schröter (Seniorenbeirat, von links).

Quelle: Jan Torben Budde

Gettorf.  Trotz aller technischer Innovationen fehlt angesichts dunkler Wolken und einer steifen Brise noch ein digitaler Draht nach oben. Wegen des tosenden Windes musste Roland Lauterbach, Vorsitzender des Seniorenbeirates, mit lauter Stimme sprechen: „Die Veränderungen, um die es geht, betreffen alle Lebensbereiche, und der Wandel vollzieht sich in unserer global vernetzten Welt sehr, sehr schnell.“ Einen kleinen Einblick sollte zum Start der Erlebniswoche ein „Markt der Medien“ geben, der im Ortszentrum aufgebaut war.

 Was wurde an den Ständen von Vereinen, Verbänden, Unternehmen und Verwaltung geboten? Ein paar Kostproben: Der Diakonieverein Dänischer Wohld erklärte den Besuchern digitale Blutdruck- und Blutzuckermessgeräte. „Die Ergebnisse können an Arzt oder Krankenhaus übermittelt werden“, erläuterte Pflegedienstleiter Christopher Lampe. Unterdessen präsentierte Johannes Abild von der DRK-Notrufzentrale in Heide eine Smartphone-App, womit im Ernstfall von unterwegs ein Notruf abgesetzt werden kann. Die Kieler Nachrichten stellten ihr digitales Angebot vor, informierten über die Zeitung in E-Paper-Form auf dem Tablet-PC. Und das Amt Dänischer Wohld erläuterte sein digitales Bürgerinformationssystem. Aber auch Online-Banking war ein Thema. „Viele Bürger müssen erst die Hemmschwelle überwinden“, sagte Ingrid Krause von der Eckernförder Bank.

 „Das vielfältige Programm ist nicht nur für Senioren interessant“, zeigte sich Jürgen Baasch begeistert. Als „hervorragend“ und „enorm“ bezeichnete der Bürgermeister das ehrenamtliche Engagement des Seniorenbeirates, der im kommenden Jahr neu gewählt werde. Auch Amtsdirektor Matthias Meins („fantastisch“, „sensationell“) sparte nicht mit Lob für die Erlebniswoche: „Es ist ein aktuelles Thema, denn ohne moderne Medien geht es nicht mehr.“ Anerkennung gab es zudem aus dem Kreisseniorenbeirat Rendsburg-Eckernförde. „Was Sie umgesetzt haben, ist faszinierend“, sprach Vorsitzende Jutta Kock den Gettorfer Kollegen ihre Bewunderung aus. Digitale Medien? Für die Nortorferin ein bedeutendes Thema: „Ehrenamtlich Tätige, die nicht fit in digitalen Medien sind, fallen schnell aus der Info-Kette heraus.“

 Informationen über die Möglichkeiten im Zeitalter von Smartphone, Tablet-PC und Internet liefert nun die Erlebniswoche. So gibt es in der Imland-Klinik Eckernförde einen Vortrag über Diagnose und Operationen mit digitaler Technik. Um Entwicklungen in Bildkunst und Musik geht es an einem multimedialen Kulturabend – für Unterhaltung sorgt derweil ein Medienquiz. Gottesdienst, Informationstechnik in der Medizin sowie Besuche bei Zeitungen und im Tierpark runden die Woche ab.

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Seniorenbeirat in Gettorf
Foto: Im letzten Frühstücksforum vor den Wahlen zum neuen Seniorenbeirat rief Vorsitzender Roland Lauterbach (stehend) die Besucher dazu auf, für das Gremium zu kandidieren. Auf dem Podium standen unterdessen Seniorenbeirat Uwe Hansen (von rechts), Claudia Krieg von der Eckernförder Bank, Werner Helms-Ricks, Sicherheitsberater für Senioren, Silvia Behrendt von der Anlaufstelle für Senioren und Seniorenbeirat Rüdiger Hannemann Rede und Antwort.

Die Bilanz des Frühstücksforums lässt sich sehen: Seit seiner Gründung vor sechs Jahren stellte der Gettorfer Seniorenbeirat insgesamt 30 der Info-Veranstaltungen mit 2500 bis 3000 Besuchern auf die Beine. Bei Brötchen, Wurst, Käse und Kaffee lauschten die Senioren verschiedenen Fachvorträgen.

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