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1,8-Millionen-Projekt ist fast fertig

Erneuerung der Bahnsteige 1,8-Millionen-Projekt ist fast fertig

Die 1,8 Millionen Euro teure Erneuerung der Bahnsteige des Eckernförder Bahnhofs ist nahezu abgeschlossen. Derzeit laufen nur noch restliche Arbeiten, Ende April ist die Abnahme geplant. Komplett fertig ist inzwischen die Anhebung der Bahnsteige auf ein höhere Niveau.

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Höhere Bahnsteige und taktile Leitstreifen (weiß) erleichtern Geh- und Sehbehinderten das Einsteigen in die Züge. Rollatoren, Rollstühle und Kinderwagen müssen keine Stufen mehr überwinden.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Damit wird Zuggästen, insbesondere Gehbehinderten, das Einsteigen in die Waggons deutlich erleichtert. Sie müssen keine Stufe mehr überwinden.

Im September 2015 starteten die Bauarbeiten am Eckernförder Bahnhof. Viel Lärm und Dreck mussten Fahrgäste und Anlieger in den vergangenen Monaten in Kauf nehmen. Und auch eine abgezäunte Lagerfläche für Baumaterial auf dem angrenzenden Park & Ride-Parkplatz. Doch damit ist es jetzt vorbei. Die neuen Bahnsteige präsentieren sich in hellem Stein. Ihr Niveau wurde von 38 auf 76 Zentimeter angehoben, so dass sie auf einer Ebene mit den Einstiegen in die Regionalzüge liegen. Gehbehinderte mit Rollator oder Mütter mit Kinderwagen müssen bis auf den schmalen Spalt zwischen Bahnsteig und Zug keine Hindernisse mehr bewältigen. Hinzu kommt ein Netz von taktilen Leitstreifen (weiße Rillenstreifen), das Blinden und Sehbehinderten den Weg zu den Gleisen und den Zügen zeigt.

An Informationen über an- und abfahrende Regionalbahnen mangelt es hingegen noch. Sogenannte Fahrgastinformationsanzeiger, in unauffälliger Größe angebracht, zeigten Freitagvormittag nur die aktuelle Uhrzeit an. Auch Lautsprecheransagen gab es keine. Bahn-Sprecherin Sabine Brunkhorst kündigt allerdings Abhilfe an: Im Sommer sollen die alten DSA-Anlagen (Dynamische Schriftanzeige) gegen moderne Zug-Info-Monitore ausgetauscht werden. Dann ist zu hoffen, dass Fahrgäste über aktuelle Ankünfte, Abfahrtzeiten und Verspätungen nicht mehr im Unklaren gelassen werden.

Bei Viel-Bahnfahrern wie Hans-Jürgen Delfs kommt die Neugestaltung der Bahnsteige bereits gut an. „Die Außenanlagen sind schöner geworden“, sagt der Eckernförder, der fast täglich mit dem Zug unterwegs ist. „Das Einsteigen ist jetzt deutlich bequemer“, stellt er fest. Allerdings werde nun der Kontrast zwischen den neuen Bahnsteigen und dem alten Bahnhof noch deutlicher. Als Urlaubsort, so Delfs, hätte Eckernförde ein schöneres Empfangsgebäude verdient. Investitionen in den Bahnhof sind bislang nicht geplant. Das hängt nach Angaben der Deutschen Bahn AG von möglichen Investoren und ihren Plänen ab. Wie berichtet, steht das Bahnhofsgebäude weiterhin zum Verkauf. Ein Kino-Projekt an dieser Stelle war an den Preisvorstellungen der Bahn gescheitert.

Neben der Anhebung der Bahnsteige hat sich noch mehr auf den Außenanlagen des Bahnhofes getan. So wurden neue Sitzbänke und Info-Vitrinen aufgestellt, eine neue Beleuchtungsanlage installiert und der äußere Bahnsteig erhielt ein neues Wetterschutzhäuschen. Optisch nicht besonders schön, aber ein Sicherheitsaspekt sind die vielen Gitter, die jetzt die Bahnsteige säumen. Sie stehen sowohl vor dem Wartebereich mit den Fahrkartenautomaten als auch an den äußeren Bahnsteigen. Der Gleisübergang, der früher nur mit einer Kette bei der bevorstehenden Ankunft von Zügen gesichert war, hat jetzt eine feste Schrankenanlage bekommen.

Die Kosten in Höhe von 1,8 Millionen Euro für die Bahnsteig-Erneuerung teilen sich der Bund und das Land Schleswig-Holstein.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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