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Zwischen Tradition und Moderne

Ernteumzug Zwischen Tradition und Moderne

Das Eckernförder Erntefest mit einem der größten Ernteumzüge in Schleswig-Holstein bekommt ein neues Gesicht. Nach Angaben des Kreisbauernverbandes Rendsburg-Eckernförde, der das Fest in Kooperation mit der Touristik veranstaltet, soll der Umzug am Sonnabend, 24. September, erstmals am Innenhafen enden.

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Ähnlich wie vor drei Jahren wird auch diesmal eine Kutsche den Ernteumzug begleiten. Das Fest spiegelt aber auch die moderne Landwirtschaft.

Quelle: Burkhard Kitzelmann

Eckernförde. Die bäuerliche Tradition wird auch in diesem Jahr eine wichtige Rolle spielen. „Wir wollen aber auch zeigen, wie moderne Landwirtschaft heute aussieht“, sagt der Kreisbauernvorsitzende Klaus-Peter Lucht. Gleichzeitig möchten die Landwirte das Erntefest nutzen, um in der Öffentlichkeit für ihren Berufsstand zu werben. Lucht: „Wir wollen mit den Menschen ins Gespräch kommen und uns den Fragen stellen.“ Dabei geht es beispielsweise auch um gestiegene Effizienz in der Landwirtschaft. „Es gibt weniger Bauern, aber nicht weniger Hektar“, sagt Lucht. Von der 220000 Hektar großen Fläche des Kreises sind derzeit 140000 landwirtschaftlich genutzt und 110000 durch den Kreisbauernverband mit seinen 2600 Mitgliedern vertreten.

 Der Ernteumzug, der mit 20 bis 25 Wagen, einer Kutsche und zwei Spielmannszügen bestückt wird, startet am 24. September um 10 Uhr an der Turnhalle Saxtorfer Weg. Sein Weg zieht sich über den Mühlenberg durch die Kieler Straße und den Jungfernstieg bis an den Innenhafen. Hier, zwischen dem Zweiten Steg und der Holzbrücke, baut die Touristik eine Bühne auf für musikalische Einlagen, Jagdhornbläser, Tanzvorführungen und eine Erntedank-Andacht mit Propst Sönke Funck. „Wir können nicht alles berechnen, arbeiten mit der Natur – Ernte hat etwas mit Dank zu tun“, sagt Lucht.

 Am Innenhafen soll auch moderne Landtechnik durch die HaGe gezeigt werden. Ferner gibt es Stände mit Getränken, Käse und Wurst, und das „Fischhuus“ präsentiert ein Schaukochen. Ein Höhepunkt ist die Übergabe der Erntekrone an die Stadt. Außerdem stellt sich das neue Kronenbauernpaar Katna und Tobias Hansen aus Kosel vor. „Wir möchten der Landwirtschaft auch ein Gesicht geben“, begründet Lucht die Übernahme dieser pommerschen Tradition. Und es gehe darum, der zunehmenden Entfremdung zwischen abgepackten Essenswaren im Supermarktregal und der landwirtschaftlichen Produktion entgegenzuwirken.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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