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Warnstreik erreicht Eckernförde

Tarifstreit Warnstreik erreicht Eckernförde

Acht Tage vor der letzten vereinbarten Verhandlungsrunde im öffentlichen Dienst haben am Mittwoch rund 150 Beschäftigte in Eckernförde gestreikt. „Die Stadtwerke und auch die Schwimmhalle blieben komplett geschlossen“, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi zu dem Warnstreik. Mit Flugblättern ausgerüstet sollten die Mitarbeiter aus Stadtverwaltung, Krankenhaus und anderen Branchen auch noch über den Wochenmarkt gehen.

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Sechs Prozent mehr Lohn und keine Einschränkungen bei der betrieblichen Altersversorgung VBL: Für die Durchsetzung dieser Forderungen gingen am Mittwoch Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in Eckernförde auf die Straße.

Quelle: Burkhard Kitzelmann

Eckernförde. Eingeschränkte Betreuung in den Kitas, Notbesetzung im Krankenhaus, Wellenbad und Sauna geschlossen: Über 150 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in Eckernförde gingen gestern auf die Straße, um für sechs Prozent mehr Lohn und gegen eine einseitige Erhöhung der Arbeitnehmerbeiträge für die Altersversorgung (VBL) zu demonstrieren. Das Angebot der Arbeitgeber, die Entgelte ab 1. Juni um ein Prozent und ein Jahr später um zwei Prozent zu erhöhen, sei nicht hinnehmbar, sagte Verdi-Fachbereichsleiter Karl-Heinz Pliete aus Schleswig auf einer Kundgebung auf dem Gänsemarkt. Zugleich kritisierte er die Pläne der Arbeitgeber, die Arbeitnehmerbeiträge für die VBL schrittweise um 0,9 Prozent zu erhöhen. Dies treffe vor allem die jungen Kollegen. Für die Auszubildenden verlangt Verdi 100 Euro mehr im Monat sowie 30 Tage Urlaub. Auch müsse Schluss gemacht werden mit dem „Missbrauch der sachgrundlosen Befristung von Arbeitsverträgen“, so Pliete. Vom eintägigen Warnstreik betroffen waren die Stadtverwaltung einschließlich Kindertagesstätten und Bauhof, die Stadtwerke, Bundeswehr-Dienststellen sowie die Imland-Klinik einschließlich Seniorenhaus.

Am Donnerstag werde „ganz Schleswig-Holstein betroffen“ sein, sagte der Sprecher. Unter anderem Beschäftigte in Kiel, Neumünster und Norderstedt würden in den Ausstand treten. Außerdem sollte die Abendschicht des Wasser- und Schifffahrtsamts Brunsbüttel am Donnerstag die Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals blockieren, sodass bis Freitagmorgen keine Schiffe den Kanal passieren können. 20 bis 30 Schiffe könnten sich so stauen, sagte ein örtlicher Verdi-Vertreter.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft will sich nach eigenen Angaben ebenfalls an den Arbeitsniederlegungen beteiligen — und zahlreiche Kindertagesstätten bestreiken. „Besonders in Kiel ist mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen“, sagte ein GEW-Sprecher, der mit mehreren hundert streikenden GEW-Mitgliedern rechnete. GEW und Verdi wollen am Donnerstagvormittag gemeinsam vor dem Gewerkschaftshaus demonstrieren.

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Burkhard Kitzelmann
Eckernförder Nachrichten

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