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Die ersten Häuser schwimmen

Kappeln Die ersten Häuser schwimmen

Nicht am, sondern auf dem Meer wohnen. Im Ostseeresort Olpenitz wird das möglich sein. Sechs von 60 geplanten schwimmenden Häusern liegen schon am Steg.

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Servicemann Karl Weinmöller und Bauleiter Jörg Streiter haben mit den schwimmenden Häusern alle Hände voll zu tun.

Quelle: Rainer Krüger

Kappeln. „30 Häuser sollen dieses Jahr fertig werden. Der Rest soll nächstes Jahr folgen“, sagt Per Barlag Arnholm. Er ist Geschäftsführer der Investorin, der Helma Ferienhausimmobilien GmbH. Die Helma hat nach der Insolvenz der einstigen Betreibergesellschaft Port Olpenitz seit 2013 beim Umbau des ehemaligen Marinehafens zum Ferienzentrum das Sagen.

Die schwimmenden Häuser sind für den Bauleiter Jörg Streiter etwas Neues. Mit 27 Mitarbeitern der Natura Holzbau GmbH errichtet er seit gut drei Wochen die Domizile auf dem Wasser. Schon in der Bauphase machen die schwimmenden Häuser ihrem Namen alle Ehre. Denn die Rohbauten entstehen im Südteil des Hafenbeckens auf Pontons. „Drei Häuser bilden jeweils eine Einheit, einen sogenannten Stern“, erklärt Streiter. Übers Wasser wird so ein Stern dann zum eigentlichen Standort im Nordwestteil des Hafens geschleppt. „Das ist auch für uns spannend. Denn so etwas wie die schwimmenden Häuser haben wir bisher noch nicht gemacht“, sagt Arnholm.

Im Nordwesten des Resorts konzentrieren sich derzeit ohnehin die Arbeiten. Denn parallel rammen Schwimmkräne einer Rostocker Spezialfirma Pfähle für die weiteren Stege ein, an denen die 60 Domizile liegen sollen. Gut 100 Quadratmeter groß ist ein schwimmendes Haus. 350.000 Euro nennt Arnholm als Kaufpreis. Außerdem wachsen drei Häuser eines anderen Typs in die Höhe. „Das sind die Schleivillen“, erklärt Karl Weinmüller. Er ist der Servicemann auf der Großbaustelle. „Da ich mich um die Bedürfnisse der gerade eingezogenen Eigentümer kümmere, habe ich augenblicklich viel zu tun“, macht der Hausmeister für das 175 Hektar große Gelände an der Schleimündung deutlich.

Arnholm verweist auf weitere Fortschritte. „Die meisten Militärgebäude sind inzwischen abgerissen. Im Frühjahr 2016 wollen wir mit dem Bau eines Hotels beginnen. 140 Zimmer sind vorgesehen. Investiert werden gut 25 Millionen Euro“, blickt er in die Zukunft. Insgesamt sollen im Ostseeresort 1000 Wohneinheiten mit rund 4000 Betten entstehen. 350 Millionen Euro werden ins Projekt gesteckt. Und eine Zielmarke hat sich Arnhom in der Helma-Planung auch schon gesetzt: „2022 soll alles fertig sein.“ Das ist deutlich später als einst von den Vorgängern geplant. Die Port Olpenitz GmbH hatte kurz nach dem Start des Konversionsprojekts 2006 angekündigt, das Ferienzentrum solle 2013 stehen.

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