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Erster Jubel brandet auf

Sanierung Sportanlagen Erster Jubel brandet auf

Noch ist die Zielgerade nicht erreicht, trotzdem herrschte in den Reihen des MTV Dänischenhagen schon Jubelstimmung: Die Sanierung der Sportanlagen ist am Mittwochabend ein Stück näher gerückt.

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Es besteht durchaus Handlungsbedarf auf der Sportanlage in Dänischenhagen: MTV-Mitglied Reimer Henningsen zeigt, dass die Laufbahn stellenweise einem Flickenteppich gleicht.

Quelle: Jan Torben Budde

Dänischenhagen. Die Gemeindevertretung hat grünes Licht für die Beantragung von Fördermitteln aus einem Bundesprogramm gegeben. Da die Zeit drängt, wollte die Leitende Verwaltungsbeamte Sandra Westphal die Bewerbung jetzt per Express abschicken.

Im Amtsgebäude rauchten die Köpfe, die Gemeindevertreter rechneten und diskutierten. Immerhin geht es um ein Projekt, dessen Investitionsvolumen mit rund 1,8 Millionen Euro beziffert wird. MTV-Vorsitzender Ekkehard Krull warb in der Sitzung dafür: „Wir haben das Konzept fertig, die Chance bekommen wir nicht so bald wieder.“ Er signalisierte sogar eine finanzielle Beteiligung des Vereins an den Kosten. Seit zwei Jahren befasse sich der MTV (rund 1500 Mitglieder) intensiv mit dem Thema. Laufbahn, Sportplätze und Sportheim müssten saniert werden. Für das Gebäude schwebe dem Verein zudem der Anbau einer Mehrgenerationenhalle vor. Es werde Platz benötigt, um das Angebot zu erweitern. Einige MTV-Mitglieder im Saal nickten.

Aber die Kosten. Nach Darstellung von Sandra Westphal liegt die Förderquote durch das millionenschwere Bundesprogramm zur Sanierung kommunaler Einrichtungen (Bereiche: Sport, Jugend und Kultur) bei 45 Prozent. Bleibt für die Gemeinde noch ein beachtlicher Batzen. Für den Haushalt liege die jährliche Belastung bei etwa 47000 Euro – mindestens 20 Jahre lang. Einige Gemeindevertreter schluckten mit Blick auf den Etat. „Es gibt schon Einsparmaßnahmen“, sagte die Verwaltungsmitarbeiterin. Bürgermeister Wolfgang Steffen (CDU) wollte angesichts der Haushaltslage eine Erhöhung von Grund- und (eventuell) Gewerbesteuern nicht ausschließen.

Chance oder Kostenfalle? „Wenn wir jetzt nicht den Fuß in die Tür kriegen, wann dann?“, meinte Tim Gabrys (CDU). Auf solch ein Förderprogramm habe die Gemeinde lange gewartet. „Investitionen in die Sportstätten wären sowieso bald fällig – selbst wenn’s wehtut“, argumentierte Ingolf Scheffler (WiR). Sonst drohten Verfall und irgendwann Schließung. Es gab auch skeptische Töne. „Mir ist das Projekt eine Nummer zu groß“, warnte Ursula Liewert (SPD) mit Blick auf die finanzielle Herausforderung. Nach Ansicht ihres Fraktionskollegen Christian Seifert sollte der Verein angemessen an den Kosten beteiligt werden.

„Wir werden uns im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten beteiligen“, sagte Krull zu. Das Thema komme in der Mitgliederversammlung auf den Tisch.

Wie gut die Chancen der Gemeinde auf Fördermittel stehen, vermochte Sandra Westphal nicht zu sagen. Zumal Dänischenhagen im Wettbewerb stehe. Die Förderentscheidung soll Anfang 2016 fallen. Erhalte die Gemeinde den Zuschlag, so Steffen, müsse das Projekt umgesetzt werden.

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