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Im Wohld wird lecker aufgetischt

Und was essen Sie zum Fest? Im Wohld wird lecker aufgetischt

Weihnachten ohne Gans? Gänsebraten ist kein Muss auf dem Festtagsteller. Im Dänischen Wohld werden Heiligabend köstliche Alternativen aufgetischt. "Bei uns gibt’s kaltes Büfett. Diese Tradition hat meine Mutter begründet“, berichtet Almuth Hassenstein vom Gut Projensdorf in Altenholz.

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Almut Hassenstein und Tochter Charlotte sind schon in den Vorbereitungen für das kalte Büfett, das auf Gut Projensdorf Heiligabend Tradition hat.

Quelle: Cornelia Müller

Dänischer Wohld.  „Bei uns gibt’s kaltes Büfett. Diese Tradition hat meine Mutter begründet“, berichtet Almuth Hassenstein vom Gut Projensdorf in Altenholz strahlend. Zusammen mit Tochter Charlotte, die bald am Gymnasium Louisenlund Abi macht und sonst im Internat wohnt, schreibt sie noch fleißig an der Einkaufsliste für Mittwoch. „Da kommt auch mein Mann Reinhard mit“, sagt sie. „Er ist leidenschaftlicher Hobbykoch. Wir bereiten die Leckereien alle gemeinsam vor.“ Das sind: Lachs und Räucherfisch, kleine Rindersteaks, Schinkenröllchen mit Spargel, mediterrane Antipasti, gefüllte Paprikaschoten und als Krönung selbstgemachter Kartoffelsalat. Mit am Tisch im Herrenhaus mit Blick auf beleuchtete Schiffe, die feierlich auf dem Nord-Ostsee-Kanal vorbeiziehen, sitzen dann auch Charlottes zwei Brüder, die in Kiel zur Schule gehen und studieren. „Wir drei freuen uns sehr auf diesen Abend. So oft sehen wir uns ja nicht mehr zum Essen“, sagt Charlotte0.

 In Felmerholz in der Gemeinde Felm stehen die Zutaten fürs Festmahl parat: Rinderfilet, Schalotten, der Cognac für die Sauce, Kartoffeln und Sellerie fürs Gratin. Dazu gibt es bei Thekla und Edgar Paulke Gewürzrotkohl mit Mango. Das Dessert ist Spekulatius-Tiramisu. „Wir sind am Mittwoch noch im dienstlichen Einsatz“, berichtet sie. Edgar Paulke ist Arzt und operiert bis Heiligabend. Seine Frau gehört mit zum OP-Team. Privat lieben beide es zu kochen. Der Weihnachtsabend gehört dem Paar. Thekla Paulke: „Trotzdem sind wir nie nur zwei Heiligabend. Wir stellen immer ein Gedeck mehr auf den Tisch für eine Person, die sonst allein wäre. Das war in meiner Familie Tradition. Tatsächlich sagt sich kurz vorher immer jemand an. Oft waren es Ärztekollegen, die Dienst haben.“ Am nächsten Tag wird mit der Familie gefeiert.

 Dass bei den Fischern aus Strande Fisch auf den Tisch kommt, verwundert nicht. Bei Uwe Pettke, Vorsitzender des Fischervereins Strande, ist er diesmal nicht selbst gefangen. „Wir gönnen uns Scampis, Jakobsmuscheln und Graved Lachs. Dazu gibt es Salat“, zählt er auf. Sein Kollege Hans-Günter Hartwig verspeist dagegen Meerforelle aus der Ostsee. Nach Fisch zumute ist auch Famile Mißfeldt aus Schwedeneck. Gastwirt Thorsten Mißfeldt vom Gasthof im Ortsteil Krusendorf bekennt: „Ohne Karpfen wäre es kein Weihnachten für mich.“ Seit Generationen sei das Traditionsgericht, das viele lieber zu Silvester mögen, der Weihnachtsklassiker in seiner Familie. Mit frisch geriebenem Meerrettich, verfeinert mit Schlagsahne, Butterkartoffeln und Apfelmus als i-Tüpfelchen, bereitet er den frisch geschlachteten Karpfen „blau“ und auf Holsteiner Art zu. Nach Ente, Gans und Grünkohl mit Bratkartoffeln vom kohlebefeuerten Eisenherd in der Gasthofküche, die er bis zum Fest unzählige Male bereitet hat, „steht uns unterm Tannenbaum nicht mehr der Sinn“.

 Und was wird beim professionellen Jagdmeister im Hegelehrrevier Grönwohld in Schwedeneck serviert? „Eine Wildente, die im Backofen knusprig gebraten wird“, sagt Christopher von Dollen. Seine Frau Steffi hat den Bogen raus, wie das Fleisch schön zart wird und auch den beiden kleinen Kindern köstlich schmeckt. Rotkohl und Kartoffelkroketten dürfen dazu nicht fehlen.

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Cornelia Müller
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