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„Coolste Bude“ kommt aus Kiel

US-Car-Treffen „Coolste Bude“ kommt aus Kiel

Zum zehnten Mal hatten sie zum Treffen an den Eckernförder Südstrand eingeladen: die Kaputten Jungs. Zum Jubiläum zeigten sie rund 380 US-Autos und freuten sich über eine eigene Hymne und etwa 4000 Besucher.

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Dass der blaue Ford Panel bereits 80 Jahre auf dem Buckel hat, ist ihm wirklich nicht anzusehen. Die „Coolste Bude“ des Jubiläumstreffens wurde im Laufe des Tages von allen Altersgruppen begutachtet und bestaunt.

Quelle: Uwe Rutzen

Eckernförde. Sie konnten einen runden Geburtstag feiern, erhielten zu diesem Anlass ihr eigenes Lied, und endlich schien beim Treffen am Eckernförder Südstrand auch mal die Sonne. Besser hätte es für die Kaputten Jungs wirklich nicht laufen können. Zum zehnten Mal hatten sie am Wochenende zu Hubraum, Strand und Meer eingeladen. Und die vielen Freunde von Oldtimern und US-Cars ließen sich nicht lange bitten. Rund 380 Autos – viele davon echte Unikate – und geschätzte 4000 Besucher kamen zum Gratulieren.

 Der Name Kaputte Jungs sorgt beim ersten Hören für Erstaunen, denn die 60 Männer, die ihn tragen, sind keinesfalls so abgedreht, wie man vermuten könnte. Ganz im Gegenteil: Viele von ihnen sind junge Familienväter, die fest im Berufsleben stehen. Das verbindende Element ihrer Freundschaft sind US-Cars. Allerdings, so sagt Florian Oestreich, sei man kein Automobilclub. Der Name, so der Pressesprecher der Jungs, sei eher zufällig zustande gekommen. Bei regelmäßigen Treffen im „Utgard“ wurde auch schon mal die ein oder andere Flasche von Hochprozentigem bestellt. Weil die aber am Abend nicht geleert wurde, kam sie fürs nächste Treffen zurück ins Kneipenregal. Und da „Utgard“-Wirt Matthias „Hubi“ Huber nicht alle Namen seiner Gäste kannte, schrieb er kurzerhand „Kaputte Jungs“ drauf. Dabei ist es über die Jahre geblieben.

 Die Faszination für PS-starke und durstige US-Cars erstreckt sich über ganz Deutschland. So erstaunte es nicht, dass viele auch weite Anreisen in Kauf nahmen, um in Eckernförde mit dabei zu sein. Das wurde belohnt. So gab es für den Besitzer eines Dodge Ram, der aus der Schweiz angereist war, den Pokal „Sprit abfackeln“. Die Trophäe „Schönste Bude“ erhielt ein Wolfsburger für seinen Dodge Challenger, Baujahr 1970. Und die „Coolste Bude“ gehört einem Kieler, der in seinen 1936 vom Band gelaufenen blauen Ford Panel viel Arbeit, Geld und Herzblut gesteckt hat. Tim Lorbeer, der seit zehn Jahren dabei ist, erhielt einen Treue-Pokal.

 Die Kaputten Jungs wurden übrigens auch beschenkt: Zum zehnten Treffen schenkte ihnen die Band Stromabnehmer Schultze einen eigenen Song, der ihren Namen trägt.

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Ein Artikel von
Uwe Rutzen
Ressortleiter Eckernförder Nachrichten

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