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Dekan der Polizei-Akademie gibt sein Amt auf

Strafbefehl beantragt Dekan der Polizei-Akademie gibt sein Amt auf

Wegen Tricksereien beim Trennungsgeld für Polizisten hat die Staatsanwaltschaft Strafbefehl gegen den Vizepräsidenten der Fachhochschule Altenholz, Prof. Hartmut Brenneisen, beantragt. Das zuständige Amtsgericht Eckernförde habe aber noch nicht darüber entschieden.

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Wegen Tricksereien beim Trennungsgeld für Polizisten hat die Staatsanwaltschaft Strafbefehl gegen den Vizepräsidenten der Fachhochschule Altenholz beantragt.

Quelle: Arne Dedert/ dpa (Archiv)

Altenholz/Kiel. Das sagte der Kieler Oberstaatsanwalt Manfred Schulze-Ziffer am Dienstag. Es geht um eine Geldstrafe im unteren fünfstelligen Bereich. Laut Staatsanwaltschaft hat der Professor zwei Mitarbeitern geholfen. Durch Tricksereien soll er einem Beamten ermöglicht haben, Trennungsgeld zu bekommen. Das bekommen Beamte, die beruflich an einen Dienstort versetzt werden, der mehr als 30 Kilometer vom Wohnsitz entfernt ist. Einem anderen Mitarbeiter soll er zu mehr Geld verholfen haben. Gegen Brenneisen wird wegen Beihilfe zum Betrug in Tateinheit mit Untreue ermittelt. Gegen den Prodekan des Fachbereichs Polizei, Dirk S., beantragte die Anklagebehörde wegen Betrugs einen Strafbefehl. Im Fall eines weiteren Polizisten beantragte die Staatsanwaltschaft die Einstellung des Verfahrens, weil er bereits Geld zurückgezahlt hatte. Das Kieler Innenministerium hatte nach einem Hinweis des Präsidenten der Fachhochschule die rechtliche Prüfung der Vorfälle eingeleitet und die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Brenneisen selbst bestätigte im Februar die Ermittlungen, hatte aber „jedes strafrechtlich relevante Fehlverhalten entschieden“ zurückgewiesen. Zum laufenden Verfahren wollte er sich nicht mehr äußern. Unklar ist überdies, ob er den von der Staatsanwaltschaft angestrebten Strafbefehl annehmen würde. Im Falle eines Widerspruchs könnte die Ermittlungsbehörde eine Anklage und einen Prozess in der Angelegenheit anstreben, so Schulze-Ziffer.

Brenneisen ist seit 2004 Vizepräsident der Fachhochschule. Wie Hendrik Peters vom Innenministerium bestätigt, will der 60-Jährige nun seinen Posten aufgeben: „Er tritt nicht zur Wiederwahl als Dekan der Polizei-Akademie an.“ Allerdings werde Brenneisen als Dozent weiter Polizisten für den gehobenen Dienst ausbilden.

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Ein Artikel von
Bastian Modrow
Lokalredaktion Kiel/SH

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