25 ° / 17 ° Gewitter

Navigation:
Schmuckstück aus Afghanistan

Altenholz Schmuckstück aus Afghanistan

Ihr Jubiläum feierte die Jugendfeuerwehr Altenholz mit einer ganz besonderen Zeremonie: Ihre erste eigene Fahne wurde am Sonntag von Pastor Okke Breckling-Jensen geweiht. Auf dem Weg nach Altenholz legte das gute Stück eine weite Reise zurück. „Sie stammt aus einer Stickerei in Afghanistan“, erzählte Wehrführer Rainer Kersten bei der 25-Jahr-Feier auf der Wache.

Voriger Artikel
Der Kurpark als vegane Meile
Nächster Artikel
Seit 70 Jahren in der Wehr

Eine besondere Zeremonie zum Jubiläum: Pastor Okke Breckling-Jensen weihte die Fahne der Jugendfeuerwehr Altenholz.

Quelle: Jan Torben Budde

Altenholz. Die Fahne hatte Feuerwehrmann Christian Sieg, der dort als Berufssoldat im Einsatz war, mitgebracht. Sie soll zu besonderen Anlässen gehisst werden.

 Die Weihe war für den Pastor eine Premiere. „Ich habe im Internet recherchiert, wie das geht“, verriet Breckling-Jensen schmunzelnd. Er betrachtete die Aufgabe als Ehre. Zumal der Pastor selbst einst in Itzehoe zum Truppmann ausgebildet wurde. „Ihr seid ein ganz wichtiger Teil der Gemeinschaft“, gab er den 31 Nachwuchsfeuerwehrleuten mit auf den weiteren Weg, „ihr habt die Aufgabe übernommen, Menschen zu helfen.“ Dann segnete er den Dienst der Zehn- bis 17-Jährigen.

 Der Wehrführer bezeichnete die Jugendfeuerwehr als ein Aushängeschild. „Ihr spielt in der Bundesliga, wenn nicht sogar in der Champions League“, schwärmte Kersten. So habe die Jugendwehr zu Ausbildungszwecken sogar ein eigenes Fahrzeug. Ihr Auftreten im Bundeszeltlager in Bayern im vergangenen Jahr mit eigenen Betten, Kleiderschränken und Teppichen in den Zelten habe Eindruck hinterlassen. Laut Jugendwart Mathias Brumme wurden in 25 Jahren beachtliche 120 Jugendliche ausgebildet.

 Deshalb bezeichnete der stellvertretende Gemeindewehrführer Hans-Jörg Stock die Gründung im Jahr 1990 als Glücksfall. Gerade in der heutigen „Ellenbogen-Gesellschaft“ bedeute „Kameradschaft“ eine Menge. Als Fan der Jugendfeuerwehr bekannte sich der stellvertretende Bürgermeister Ingo Baasch. Er sprach von einer „tollen Jugendarbeit und sinnvollen Freizeitbeschäftigung“.

 Bei der Jubiläumsfeier der Jugendfeuerwehr saßen Ehemalige neben dem heutigen Nachwuchs. „Wir haben damals Lederstiefel von der Gemeinde bekommen“, dachte Gründungsmitglied und Zugführer Alexander Wentorf an 1990 zurück. Schon sein Großvater und Vater seien Feuerwehrmänner gewesen, so der 39-Jährige, dessen drei Söhne ebenfalls in der Jugendwehr sind. Worin liegt die Faszination? „Die großen Feuerwehrautos haben mich interessiert“, sagte Morten Rittker. Seit zwei Jahren ist der Zwölfjährige in der Jugendwehr. „Man sieht, wie Löschangriffe funktionieren“, erklärte der Altenholzer. Eine Schlauchleitung bauen und mit Wasser spritzen – das gefalle ihm. Demnächst geht’s mit der Jugendfeuerwehr ins Kreisjugendlager in Waabs. Darauf freue er sich.

 Bereits am Sonnabend wurde eine Orientierungsfahrt mit zehn Jugendfeuerwehren aus dem Kreisgebiet veranstaltet. „Es waren etwa 90 Personen zu Gast“, berichtete Jugendwart Brumme. Seine Schützlinge betreuten die einzelnen Stationen wie Teebeutelweitwurf, Wassertransport oder Baumscheibensägen. Letztlich gewann der Nachwuchs aus Rieseby.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Eckernförde 2/3