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Ein Dorf übt Chippen und Putten

Dänischenhagen Ein Dorf übt Chippen und Putten

Kostenlose Schnupperstunden auf dem Golfplatz: Dazu hatte Familie Sindt jetzt auf den Rasen von Gut Uhlenhorst eingeladen. Etwa 140 Dänischenhagener nutzten die Gelegenheit, unter fachkundiger Anleitung den Schläger zu schwingen.

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„Das ist wie Minigolf“, sagen Gabriele Reimers (links) und Marie-Elise Diekmann. Sie empfinden das Putten als gar nicht so schwierig. Das Abschlagen auf der Driving Range hatte ihnen zu Beginn mehr Probleme bereitet.

Quelle: Uwe Rutzen

Dänischenhagen. Dänischenhagen. „Golf ist ein Spiel, bei dem man einen zu kleinen Ball in ein viel zu kleines Loch schlagen muss, und das mit Geräten, die für diesen Zweck völlig ungeeignet sind.“ Winston Churchill ist bekannt für seine Abneigung gegen jegliche Art des Sports. Der vor wenigen Jahren verstorbene Sportjournalist Harry Valérien sah das ganz anders. „Golf ist wie eine Droge: Wer sich auf dieses Spiel einmal eingelassen hat, kommt kaum noch davon los“, hat er seine Begeisterung einmal in Worte gefasst. Die etwa 140 Dänischenhagener, die am Sonntag die Gelegenheit nutzten, das Golfen in drei kostenlosen Schnupperstunden auszuprobieren, durften am Ende selbst entscheiden, ob ihnen Churchills oder Valériens Ansicht näher ist.

 Mit solch einer großen Nachfrage hatte Bettina Sindt, die mit ihrem Mann Wilhelm Eckhard seit 25 Jahren die Anlage des Golf- und Landclubs Gut Uhlenhorst betreibt, wirklich nicht gerechnet. „Das überrascht uns, freut uns aber auch sehr“, sagte sie, nachdem sie den Trainern alle angemeldeten oder spontan erschienenen Dänischenhagener in Gruppen zugeteilt hatte. Um den Einwohnern der Gemeinde zu zeigen, dass Golfsport keineswegs elitär ist und dass die Anlage nicht nur Mitgliedern offen steht, hatte man in den zurückliegenden Wochen im ganzen Ort Flyer verteilt und dazu eingeladen, am Sonntag doch einmal vorbeizuschauen und den Schläger zu schwingen.

 Dass Jung und Alt dieser Einladung in so großer Zahl folgen würden, darüber freute sich Bettina Sindt offensichtlich sehr. „Die Tage der offenen Tür sind längst nicht so gut besucht“, wusste sie zu berichten. Vorbereitet waren sie und ihre Mitarbeiter aber durchaus auf einen solchen Ansturm. In Gruppen von jeweils 30 Teilnehmern wurden die Besucher auf die Anlage geschickt. Unter Anleitung durften sie zunächst auf der Driving Range das Abschlagen üben, anschließend das Chippen und Putten ausprobieren und schließlich noch auf dem öffentlich bespielbaren Neun-Loch-Kurzplatz das Erlernte vertiefen.

 Gabriele Reimers und Marie-Elise Diekmann erlebten wie auch die anderen bei schönstem Sommerwetter einen unterhaltsamen Nachmittag. Das Schwierigste sei das Abschlagen gewesen, waren sich die beiden am Ende einig. Das Chippen und Putten sei doch eher wie Minigolf, meinten sie. Erfahrene Golfspieler sehen das sicher anders. „Wer von zehn geschlagenen Bällen einen gut spielt, kann sehr zufrieden sein“, weiß Head Pro Andreas Zürker. Das Wichtigste für ihn ist: „Man sollte beim Golfen Spaß haben.“ Bei der Antwort auf die Frage, was für Anfänger das Schwierigste sei, muss der Golflehrer nicht lange überlegen: „Die Körperhaltung ist ungewohnt. Sie ist mit keiner Alltagsbewegung vergleichbar.“ Viele von denen, die nur wenige Meter von ihm entfernt verzweifelt versuchten, den Ball zu treffen und möglichst weit zu schlagen, gaben ihm spontan recht.

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Ein Artikel von
Uwe Rutzen
Ressortleiter Eckernförder Nachrichten

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