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Ein Netzwerk an Hilfsangeboten

Gettorf Ein Netzwerk an Hilfsangeboten

Die Angebote für Familien in Gettorf und Umgebung sollen verbessert werden. Seit Herbst vergangenen Jahren bietet sich das bei der Awo angesiedelte Familienzentrum als Anlaufstelle an. Jetzt sind bereits viele Netzwerke aufgebaut.

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Alle in einem Boot für das Familienzentrum: Birgit Gang (Kita am Sportplatz), Pastorin Christa Loose-Stolten, Andrea Ingwersen (Awo), Katrin Mates (Awo), Cristina Gerth (Kita Regenbogen; vorn, von links) sowie Manuela Leonhardt (Awo), Bürgermeister Jürgen Baasch und Christel Sothmann (Kita Parkallee; hinten, von links).

Quelle: Burkhard Kitzelmann

Gettorf. Gettorf. Was tun, wenn der pubertierende Sohn ständig die Schule schwänzt oder die Tochter nichts mehr essen will, weil sie den Magermodels aus den Castingshows im Fernsehen nacheifert? Wer kann helfen, wenn Schulden oder Suchtexzesse das Familienleben zu zerstören drohen? Wo bekommt eine alleinerziehende Mutter, die beim Ausfüllen von Formularen für das Jobcenter schier am Verzweifeln ist, Unterstützung? Als Anlaufstelle bietet sich seit Herbst vergangenen Jahres das bei der Awo Gettorf und Umgebung angesiedelte Familienzentrum an.

 „Wir sehen hier eine Chance, die Angebote für Familien in Gettorf und Umgebung zu verbessern, Eltern bei der Wahrnehmung ihrer Bildungs- und Erziehungsaufgabe zu stärken sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu sichern“, fasste gestern Awo-Geschäftsführerin Katrin Mates in einem Pressegespräch zusammen. Dazu gehören nach ihren Worten auch Informations- und Diskussionsabende zu den verschiedensten Themen.

 Seit Herbst ist die Awo dabei, gemeinsam mit Netzwerkpartnern aus der Region das Familienzentrum aufzubauen. „Die politischen Gremien unserer Gemeinde stehen geschlossen hinter diesem zukunftsweisenden Projekt“, so Bürgermeister Jürgen Baasch. Finanzielle Basis sind Gelder des Familienministerium, die in diesem Jahr über den Kreis an zehn Familienzentren in Rendsburg-Eckernförde weitergeleitet wurden. Gettorf profitierte mit 17000 Euro. „Wir hoffen natürlich, dass auch in den nächsten Jahren Fördermittel fließen werden“, so Katrin Mates. Diesen Wunsch teilen auch die Netzwerkpartner, darunter der Zusammenschluss „Frühe Hilfen“ (Kinderärzte, Logopäden und Therapeuten) und die Kindertagesstätten, mit denen ein Kooperationsvertrag geschlossen und mit dessen Leiterinnen eine Steuerungsgruppe gegründet wurde. Birgit Gang (Kita am Sportplatz) betonte, wie wichtig es sei, Eltern und Alleinerziehende mit ihren Problemen und Sorgen nicht allein zu lassen. „Zwar bieten auch die Kitas Rat und Hilfe an, doch fehlt es manchmal an Zeit“, sagte die Leiterin der kommunalen Kindertagesstätte. Deshalb sei das Familienzentrum eine wichtige Unterstützung.

 Erste Ansprechpartnerin des Familienzentrums ist Manuela Leonhardt. Sie leitet nicht nur an kompetente Stellen weiter, sie sorgt auch dafür, dass Betroffene im Notall schnell einen Termin bekommen, ob bei der Schuldnerberatung oder bei einem Kinderpsychologen. Für die pädagogische Arbeit ist Andrea Ingwersen zuständig. Sie leitet auch die lockeren Eltern-/Großeltern-Treffs, die an jedem ersten Montag eines Monats ab 9.30 Uhr im Awo-Verbandshaus stattfinden. Am morgigen Sonnabend, 4. Juli, feiern Eltern im Garten des Awo-Hauses ein fröhliches Sommerfest, zu dem auch Flüchtlingsfamilien willkommen sind. Beginn ist um 9.30 Uhr.

 Nach Überzeugung von Pastorin Christa Loose-Stolten kann das Familienzentrum einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass Neubürger Kontakte knüpfen und Freundschaften schließen können.

 Familienzentrum Gettorf: Awo Verbandshaus, Kieler Chaussee 24, 24340 Gettorf. www.awo-gettorf.de, E-Mail info@awo-gettorf.de, Tel. 04346/8602. Bürozeiten: montags bis freitags 9 bis 12 Uhr, sonnabends 9 bis 11 Uhr.

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Burkhard Kitzelmann
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