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Ökologie vor Ort als Unterrichtsthema

Faszination Möhlwischbach Ökologie vor Ort als Unterrichtsthema

Für Hildegard Schenck, Lehrerin der Richard-Vosgerau-Schule in Eckernförde, gehört das Thema Fischaufzucht längst fest zum Unterrichtsstoff. Was am Lachsenbach gut geklappt hat, könnte auch ein Stück weiter am Möhlwischbach funktionieren. Am Mittwoch machte sie sich ein Bild vor Ort.

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Hildegard Schenck (von links), Albrecht Hahn und Michael Packschies inspizieren im Bereich der neuen Sohlgleite den Fischbestand im Möhlwischbach.

Quelle: Kai Pörksen

Eckernförde. Dabei ging es um die Möglichkeiten, inwieweit die Grundschüler auch dort künftig miteinbezogen werden können. Albrecht Hahn, Teichwirtschaftsmeister der Fischbrutanstalt in Altmühlendorf, steht seit Jahren als verlässlicher Partner zum Thema zur Verfügung. Er schaut an der im Möhlwischbach angelegten Sohlgleite  mit Hildegard Schenck und Michael Packschies, Leiter der städtischen Abteilung für Naturschutz und Landschaftsplanung nach dem Rechten. Durch die im vergangenen Jahr mit Steinen geschaffene Sohlgleite wird die Fließgeschwindigkeit des Gewässers angehoben. Den Meeresbewohnern wie beispielsweise der Forelle soll es möglich gemacht werden, wieder in höher gelegenen Bachregionen hinauf zu schwimmen und dort zu laichen. Wo der Möhlwischbach teilweise aufgestaut wurde, ist Platz für ökologische Vielfalt, berichtet Packschies. „Die Struktur des Baches scheint mir sehr gesund“, stellt Hahn fest. Auch links und rechts sei eine große Vielfalt an Natur zu finden.

Die Schulleiterin möchte im kommenden Jahr mit gleich zwei Klassen den Lernort Natur hier vor Ort nutzen.  Ihre Erfahrung: „Die Schüler sind – einmal in der Natur – leicht zu begeistern.“ Nach anfänglicher Skepsis siege die Neugier, das zu erforschen, was vor der Nase wächst und schwimmt. Mit ihren Schülern hatte Schenck bereits im Frühjahr 5000 kleinste Meerforellen im Lachsenbach ausgesetzt. Am Möhlwischbach soll das in Zukunft ebenfalls geschehen.

„Wichtig für deren Ansiedlung ist der freie Austausch vom Bach mit der Ostsee“, betont Michael Packschies. Deshalb hoffe er auch, dass der Segelclub Eckernförde (SCE), über dessen Gelände – bisher noch verrohrt – der Möhlwischbach in die Ostsee mündet, sich noch entschließt, den Bach auch dort zu öffnen.

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