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Nur noch schnell den Brand gelöscht

Waabs Nur noch schnell den Brand gelöscht

Jeden Tag um sechs Uhr aufstehen, ständig verfügbar sein und eher selten vor 24 Uhr ins Bett – manche Menschen nehmen für so etwas Urlaub. Die Betreuer der 26 Jugendfeuerwehren aus dem Kreisfeuerwehrverband Rendsburg-Eckernförde zum Beispiel, die das einwöchige Ferienzeltlager auf dem ehemaligen Waabser Flarakgelände verlebt haben.

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Ein Bollerwagen mit Blaulicht und Spritze: Nico, Philip, Kevin, Max und Malte (vorn, von rechts) sowie Marie, Kiara, Julia und Kira (hinten, von rechts) von der Jugendfeuerwehr Altenholz hatten in Waabs mit ihrem Jugendwart Mathias Brumme (links außen) während des Sommerlagers vom Kreisfeuerwehrverband viel Spaß bei der Vorbereitung des Gesangswettbewerbs.

Quelle: Birgit Johann

Waabs. Dass es für die 500 Kinder und Jugendliche eine unvergessliche Zeit werden würde, daran arbeiteten insgesamt 64 Erwachsene mit – ehrenamtlich, versteht sich. Die KN schauten am Freitag, dem letzten Tag, vorbei.

„Es war ein schönes Lager.“ Der Leiter, Kreisjugendfeuerwehrwart Thorsten Weber, steht zum 13. Mal an der Spitze der im Zwei-Jahresrhythmus angebotenen Ferienfreizeit. Ein ganzes Jahr nähmen immer die Vorbereitungen zur Errichtung der Zeltstadt unweit des Ostseestrandes in Anspruch, erklärt er. Aber wenn er die Begeisterung und die leuchtenden Augen der Jugendlichen sehe, sei das für ihn eine gebührende Entlohnung. Claas Schmidt, für die Öffentlichkeitsarbeit und zahlreiche andere Tätigkeiten verantwortlich, bestätigt dies, und auch Sascha Feister nickt. Er kümmert sich um Finanzen und Verpflegung. Pro Tag werden allein 2040 Brötchen verbraucht, die ein Waabser Bäcker liefert.

Die Infrastruktur imponiert: Verpflegungszelt, mobile sanitäre Anlagen, ein Sanitätszelt des DRK Rendsburg. „Bis auf die Wasser- und Stromversorgung bringen wir immer alles mit“, erläutert Weber. Da das weitläufige Waabser Gelände so weit ab vom Schuss liege, dass man niemanden störe, sei es ideal. Seit 2009 befindet es sich im Eigentum der Gemeinde. Zwei Mal hatte man inzwischen an den Plöner See ausweichen müssen, hoffe aber, 2017 wieder hier campieren zu dürfen.

Eine Lagerolympiade, Wettrutschen auf seifiger Plane, ein Kanurennen auf der Ostsee, Ballturniere und zum Abschluss ein Gesangswettbewerb mit eigenen Texten – das Waabser Programm war bunt. „Muss nur noch schnell den Brand löschen“, trällerten die Osdorfer gemeinschaftlich, frei nach Tim Bendzkos Muss nur noch schnell die Welt retten. Die Altenholzer gestalteten den Titel Auf uns von Andreas Bourani um und ließen ihre vier Mädels singen, während die Jungs mit einem feuerwehrgemäß flottgemachten Bollerwagen und Späßen für angemessene Showbegleitung sorgten.

Ursprünglich sollte das Lager am Sonnabend nach dem Frühstück zu Ende sein. Doch angesichts der katastrophalen Wetteraussichten entschied das Lagerparlament, noch am Freitagabend nach der Siegerehrung alles abzubauen. In Kürze waren zum Helfen Trupps der 26 Wehren mit Autos vor Ort.

Gesamtsieger des Lagers wurde die Jugendfeuerwehr Amt Eiderkanal, Zweiter die Jugendfeuerwehr Altenholz und Dritter die Jugendfeuerwehr Fleckeby.

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