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Festkommers in Osdorf Grün-Weiße Erinnerungen

Auf einem 60. Geburtstag schwelgen Gäste gern in Erinnerungen. Genug Gesprächsstoff über Aufstiege, Meisterschaften und Niederlagen gab es am Mittwochabend in Dibberns Gasthof durchaus. Im mit Vereinsfarben grün-weiß dekorierten Saal feierte der Osdorfer Sportverein (OSV) sein 60-jähriges Bestehen.

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Acht neue Ehrenmitglieder wurden ernannt. Bei der 60-Jahr-Feier des Osdorfer Sportvereins gratulierte Vorsitzender Bernhard Wölki (von links) ihnen: Hannelore Mißfeldt, Manfred Kohrt, Hans-Heinrich Hammerich, Harald Sellhorn, Dieter Staack, Klaus Boyke, Bernd Siemsen und Wilfried Hamann.

Quelle: Jan Torben Budde

Osdorf. Rund 100 Besucher aus Sport, Kommunalpolitik, Verwaltung, Feuerwehr, Kirche, Schule und Kultur tummelten sich beim Festkommers. Vorsitzender Bernhard Wölki freute sich über „den gut gefüllten Saal“. Warum der OSV (rund 800 Mitglieder) den runden Geburtstag feiert, dafür nannte der 62-Jährige gleich zwei Gründe: Der Kommers sei ein „Dankeschön an die Ehrenamtler“. Zudem erhielten Urgesteine der ersten Stunde die Ehrenmitgliedschaft.

 Zu diesen treuen Seelen gehört Bernd Siemsen, der mit der Fußballmannschaft 1976 in die Bezirksklasse aufgestiegen war. Am Rande des Festes erzählte der 70-Jährige bei Schnitzel und Kartoffelsalat von der Zeit, noch bevor der B-Platz (1960) errichtet wurde. „Damals spielten wir auf einem Platz, der bergauf ging“, dachte er schmunzelnd zurück, „und nebenan war ein Teich.“ Oft mussten die Kicker den Ball aus dem Wasser fischen.

 Wölki zählte dann Meilensteine der Vereinsgeschichte auf: Bau der Flutlichtanlage (1972), Errichtung des Sportheims (1984), Einweihung des zweiten Sportplatzes (A-Platz, 1987) und Eröffnung der Tennisanlage (1992). Lobend erwähnte der Vorsitzende, wie oft die Mitglieder bei solchen Projekten selbst in die Hände spuckten. „Das Sportheim wurde in Eigenleistung erbaut“, so Wölki. 3000 Arbeitsstunden steckten im Gebäude. Der Verein sei zwar zufrieden, trotzdem müsse in die Infrastruktur investiert werden, appellierte er an die Gemeinde – gerade weil das Dorf durch ein Neubaugebiet wachse. „Die Flutlichtanlage muss zuerst in Angriff genommen werden“, so der OSV-Chef.

 „Wir wissen, wo der Schuh drückt“, sagte Bürgermeister Joachim Iwers. Ob nun Flutlichtanlage, Umkleide-, Dusch- oder Lagerräume: Die Gemeinde arbeite an Lösungsmöglichkeiten. „Wir sind stolz auf den OSV“, betonte Iwers. Matthias Meins, Amtsdirektor Dänischer Wohld, war begeistert von der „lebendigen und sympathischen Geschichte. Es ist toll, was Sie auf die Beine gestellt haben“.

 Davon berichtete Wölki noch in einem sportlichen Rückblick, zu jeder Abteilung verlor der Vorsitzende ein paar Worte. Er erwähnte die Erfolge der OSV-Kicker und die starke Altherrenmannschaft. Tischtennis bezeichnete er als erfolgreichste Sparte, die Kreis- und Landesmeistertitel abräumte. Sie spielten ganz früher noch in Dibberns Gasthof. Dort legten damals auch die Schützen an, die später nebenan ihre Anlage errichteten. Zudem rühmte Wölki die Leistungen der Handballdamen und die „schöne Anlage“ der Tennisabteilung, die Nachwuchs benötige. Ein dickes Lob erhielt die Turnsparte mit ihrer Akrobatikgruppe „Trafila“.

 Ein öffentlicher Festball für das Vereinsjubiläum beginnt am Sonnabend, 2. Juli, um 20 Uhr in Dibberns Gasthof. Dort gibt es auch die Eintrittskarten.

 Zu den Ehrungen beim Festkommers:

 Seit dem Gründungsjahr 1956 sind Klaus Boyke, Hans-Heinrich Hammerich, Wilfried Hamann, Bernd Siemsen, Dieter Staack, Harald Sellhorn und Hannelore Mißfeldt dem Osdorfer Sportverein (OSV) treu geblieben.

 Deshalb wurden die „Urgesteine“ am Mittwochabend beim Festkommers zu Ehrenmitgliedern ernannt. Sie erhielten Urkunden und Blumensträuße. Denn wer 60 Jahre ununterbrochen im Verein ist, erhält jetzt die Ehrenmitgliedschaft. Vorsitzender Bernd Wölki verwies auf eine entsprechende Regelung, die neu in der OSV-Satzung ist.

 Außerdem wurde Manfred Kohrt zum Ehrenmitglied ernannt. Er gehörte mehr als 25 Jahre dem Vorstand an, hatte sich unter anderem als Kassenwart engagiert. „Wir laden alle acht neuen Ehrenmitglieder zum Brunch ein“, kündigte Wölki an, „dann könnt ihr Erinnerungen austauschen.“

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