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Fünfte Stufe mit Bravour

Neuwittenbek Fünfte Stufe mit Bravour

Seit dem Frühjahr hatten die Neuwittenbeker Brandschützer auf diesen Tag hingearbeitet. Am Sonnabend konnten sie den verdienten Lohn einfahren: Nach Bornstein ist Neuwittenbek jetzt die zweite Wehr im Amt Dänischer Wohld, die sich mit dem Roten Hahn Stufe fünf schmücken darf.

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Ein Autofahrer (gespielt von Patrick Kwiatkowski) ist gegen einen Baum gefahren. Ein dicker Ast hat sich längs durch den weißen Wagen gebohrt. Die Feuerwehr muss den Verletzten befreien.

Quelle: Burkhard Kitzelmann

Neuwittenbek. „Ja, ein bisschen Lampenfieber ist schon dabei“, räumte Wehrführer Carsten Schröder ein, als am Sonnabendmorgen 33 der 39 Aktiven sowie die Ehrenabteilung antraten. Aber die Nervosität war schnell verflogen. Als am frühen Nachmittag alle Übungen absolviert waren, lobte der Vorsitzende der Bewertungskommission, Christoph Kabon vom Kreisfeuerwehrverband Schleswig-Flensburg, das gute Zusammenspiel der Feuerwehrleute und die ruhige, stets korrekte Vorgehensweise bei den einzelnen Aufgaben.

 Der praktische Übungsteil begann mit einer Höhenrettung auf der Rückseite des Feuerwehrhauses. Im Obergeschoss lag ein Verletzter, der über eine Leiter geborgen werden musste. Die Trage mit dem Verletzten wurde an einem Leiterteil befestigt, und dann ging es vorsichtig nach unten. „Gut gemacht“, befand Christoph Kabon. Nicht nur er, sondern auch die vielen Zuschauer spendeten Beifall.

 Zwischenzeitlich war im Dorfzentrum alles für die nächste Übung vorbereitet worden. Es sah höchst dramatisch aus. Ein weißer Audi war gegen einen Baum geprallt. Ein dicker Ast hatte sich längs durch den Innenraum des Autos gebohrt. Am Steuer saß Patrick Kwiatkowski, der Freund einer Feuerwehrfrau. Er spielte den Verletzten. Schon nach wenigen Minuten hatten ihn die Einsatzkräfte aus dem Fahrzeug geborgen.

 Aller guten Dinge sind drei – auch beim Roten Hahn. Für den dritten und wohl schwierigsten Übungsteil bildete der Malereibetrieb von Susanne Jöhnk in der Dorfstraße die Kulisse. Die besondere Herausforderung: In der Werkstatt lagern Farben und Lacke. Es drohte eine Verpuffung. Drei Personen galten als vermisst. Starke Rauchentwicklung erschwerte die Arbeiten. Und dann, als alle endlich gerettet waren, rannte eine von ihnen unter Schock zurück in die Werkstatt.

 Schließlich aber fand alles ein gutes Ende – nicht nur für die „Vermissten“, sondern auch für die Feuerwehr. Zu den ersten Gratulanten gehörten neben Kreiswehrführer Mathias Schütte, Amtswehrführer Jan Bromann und Amtsdirektor Matthias Meins auch mehrere Mitglieder der Wehr Bornstein, die eine Woche zuvor die Prüfung zur fünften Stufe des Roten Hahns bestanden hatte. Claus Biehl: „Diese Woche war eine ansehnliche Delegation aus Neuwittenbek bei uns, um uns moralisch zu unterstützen. Jetzt haben wir uns revanchiert und für die Neuwittenbeker kräftig die Daumen gedrückt.“

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