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Lebensretter schnell vor Ort

Dänischenhagen Lebensretter schnell vor Ort

Mehr schnelle Hilfe bei Lebensgefahr im Raum Dänischenhagen, Strande, Schwedeneck: Die Freiwillige Feuerwehr Dänischenhagen stellt ab 1. August eine First-Responder-Einheit. Sie steht parat, wenn die Rettungsleitstelle in Kiel sofort ein Team schicken muss, die Rettungswagen aber im Einsatz sind und bis zum Eintreffen mehr als zwölf Minuten vergehen würden.

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Der angehende Arzt Thore Müller ist Leiter der First-Responder-Einheit Dänischenhagen. Die Truppe wird zur qualifizierten Ersthilfe eingesetzt, wenn der Rettungswagen länger braucht. Sanitätskoffer, Defibrillator, Sauerstoffgerät gehören mit zur Ausrüstung.

Quelle: Cornelia Müller

Dänischenhagen. Die Truppe ist in die offizielle Rettungskette mit eingebunden und leistet qualifizierte Hilfe bis zum Eintreffen von Krankenwagen und Notarzt.

Die 13-köpfige Experteneinheit, in der allein sieben Mann die Ausbildung zum Rettungsassistenten oder Rettungssanitäter haben, geht auf Initiative der Freiwilligen Feuerwehr Dänischenhagen zurück. „2007 konnten wir aufgrund einer Spende einen Defibrillator anschaffen“, berichtet Feuerwehrsprecher Marc-Oliver Haßlberger. „Das hat bei vielen den Wunsch geweckt, für die Bürger zusätzliche Hilfeleistungen über den Feuerwehrdienst hinaus zu schaffen.“

Thore Müller, der die Einheit leitet und gerade sein Medizinstudium in Kiel abschließt, gehörte zu den Initiatoren. Er hat auch die Ausbildungsordnung für das Team erarbeitet. Sein Kollege Benjamin Neugebauer, stellvertretender Gruppenleiter, griff die Idee auf. Weitere freiwillige Brandschützer, die auch beruflich in Rettungsdienste eingebunden sind, engagierten sich, nahmen an Wochenenden und in der Freizeit an den Fort- und Ausbildungen teil. „Allein vier aus der Gruppe sind außerdem Berufsfeuerwehrleute in Kiel. Auch aufgrund ihres Schichtdienstes können wir jederzeit gewährleisten, dass qualifiziertes Personal binnen wenigen Minuten Hilfe leisten kann“, schlüsselt Haßlberger auf. Aufgabe sei die Erstversorgung in lebensbedrohlichen Lagen, wenn die Leitstelle auch den Notarzt mit Team auf den Weg schickt. Das gilt zum Beispiel bei Verdacht auf Herzinfarkt oder Schlaganfall. Beim Eintreffen des Rettungswagens übernimmt dessen Team. Die First-Responder-Einheit ist unter anderem mit einem speziellen Sanitätskoffer, Sauerstoffeinheit und Defibrillator ausgerüstet, die an Bord des Mehrzweckfahrzeugs der Wehr immer einsatzbereit sind.

„Das Einsatzgebiet umfasst zunächst die eigene Gemeinde“, betont Kreiswehrführer Matthias Schütte. „Allerdings sind bei Bedarf auch die amtsangehörigen Nachbargemeinden Strande und Schwedeneck mit auf dem Plan in der Rettungsleitstelle“, ergänzt Haßlberger. Theoretisch könne die Zentrale die Einheit auch in die räumlich noch nähere Gemeinde Altenholz schicken, wenn die zwei in Kiel-Schilksee stationierten Rettungswagen oder ein anderes professionelles Team nicht schnell genug eintreffen kann. „Ein größerer Einsatzradius, etwa bis in die Gemeinde Noer, ist aufgrund der Fahrzeiten nicht sinnvoll“, betonen beide.

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Cornelia Müller
Eckernförder Nachrichten

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