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Hoffnungsvoller Start an neuem Ort

Flohmarkt für gute Zwecke Hoffnungsvoller Start an neuem Ort

Lange war nicht klar, ob der Flohmarkt für gute Zwecke überhaupt eine Zukunft in Eckernförde hat: Erst vor eineinhalb Wochen erfuhren die Organisatorinnen Silke Jürgensen und Rosi Moltzen, dass mit dem Rathausplatz ein neuer Standort gefunden ist. Der Auftakt stimmte die beiden Frauen zuversichtlich.

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Die Organisatorinnen Rosi Moltzen (von re.) und Silke Jürgensen kassieren bei Alexandra Lienhöft und ihrer Tochter Elin aus Rieseby die Standgebühr.

Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck

Eckernförde. Der Rathausplatz ist seit Sonntag die fünfte Heimat für diesen besonderen Flohmarkt, der lange am Kakabellenweg Händler und Kunden lockte – bis dort ein Wohnmobilstellplatz entstand. Im Grünen Weg klappte es im Jahr danach gar nicht, erklärt Silke Jürgensen (40). Es folgten zwei Jahre auf dem Edeka-Parkplatz an der Sauerstraße – und nun der Umzug in die Innenstadt.

Etwa 40 Händler waren beim kühlen Auftakt am Sonntag dabei, die beiden Organisatorinnen hoffen, dass sich die Standzahl bei wärmerem Wetter auf um die 80 einpendelt. Verdient hätte es dieser besondere Flohmarkt, bei dem nur private Händler verkaufen dürfen. Und das für einen guten Zweck, denn die Standgebühr von drei Euro pro Meter spenden die beiden Organisatorinnen mit großem Herz stets. Mittlerweile, sagt Jürgensen, sind so an die 70000 Euro zusammengekommen.

Dabei starteten die früheren Nachbarinnen 1998, weil sie durch den Verkauf von Kindersachen die Haushaltskasse aufbessern wollten. Doch den guten Zweck förderten sie von Anfang an. „Es gibt Menschen, die noch weniger haben. Und meistens leiden darunter Kinder“, sagt Rosi Moltzen (47). Die Frauen geben das Geld dorthin, wo Not herrscht – und sind dabei auch dankbar für Tipps. Schulen, Kindergärten, Arbeiterwohlfahrt, Tierschutz- und andere Vereine sowie bedürftige Einzelpersonen profitierten schon vom Engagement der beiden. Auch vielen Flohmarkt-Verkäufern gefällt besonders, dass mit ihrer Gebühr Gutes getan wird.

Der Rathausplatz bietet Platz für etwa 100 Stände. Allerdings gibt es keine Stellplätze für Autos. Die Händler können nur zum Be- und Entladen auf den Platz fahren. „Wir sind zufrieden. Die Kinder können umherlaufen, ohne dass sie nach dem Verkehr gucken müssen“, sagt Silke Jürgensen zum neuen Flohmarkt-Platz.

Alexandra Lienhöft hat einen Stand mit ihrer Tochter Elin und ist zufrieden mit dem Verkauf: „Sehr gut, es lohnt sich.“ Ihr gefällt der neue Standort, „weil er zentraler ist“. Auch andere Verkäufer zeigen sich begeistert, glauben, durch die ab 11 Uhr geöffneten Geschäfte zu profitieren. Etwas schleppend läuft es zwar bei Finja (19) und Malin Patzke (17) aus Altenholz, doch das führen sie auf das kühle Wetter zurück. Ihre Großeltern leben in Eckernförde, und so nutzen die Schwestern die Gelegenheit, sich gegen eine günstige Standgebühr von Spielzeug und Kleidung zu trennen. „Es ist super, dass die Gebühr gespendet wird“, sagt Finja Patzke.

Auch Marina Radtke aus Eckernförde verkauft bewusst deshalb hier. „Es ist rundherum gelungen“, sagt sie zum neuen Standort. Verkäuferin Regina Schwarz findet es „schön, dass es den Flohmarkt weiter gibt“. Renate Kohrt hat zwar mitbekommen, dass manche Kunden etwas enttäuscht über die Zahl der Stände waren – der Hafenflohmarkt am Tag zuvor war größer. Sie hat aber gut verkauft. Und schätzt einfach die besondere Atmosphäre, weil es hier keine Händler zwischen den Privatverkäufern gibt.

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Ein Artikel von
Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Redaktion Lokales Kiel/SH

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