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Fördergelder für Fischwirtschaft

Strande Fördergelder für Fischwirtschaft

Regionale Ernährung statt weltweiter Transportwege – das ist ein Trend. Berufsfischer Randy Repenning aus Strande trägt dazu bei: Er fischt meist in der Kieler Bucht, verkauft den Fang an örtliche Gastronomen. Was die nicht abnehmen, geht an die Genossenschaft, landet zur Verarbeitung im Ausland.

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Vorne an der Ostmole, wo bisher sein altes Boot „Freya“ liegt, würde Berufsfischer Randy Repenning gerne mit seinem Kutter „Strande II“ anlegen. Dafür müsste ein Quersteg gebaut werden – ein mögliches Förderprojekt.

Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck

Strande.  Und das ist bei Randy Repenning immer noch der Großteil. Doch das könnte sich ändern, wenn es in Strande ein Kühlhaus für nicht verkauften Fisch gäbe. „Das wäre gut für uns“, sagt der junge Fischer, gerade zurück von der Fangfahrt mit seiner „Strande II“.

 Nun sind die Chancen für einen Bau gestiegen: Strande bekam jetzt die Nachricht, dass die Gemeinde erstmals von EU-Fördergeldern für Fischwirtschaftsgebiete profitiert – gemeinsam mit Eckernförde, das schon früher unterstützt wurde. Mindestens 40000 Euro stehen den beiden Kommunen dafür pro Jahr zur Verfügung, erklärte Dieter Kuhn, Regionalmanager der Aktivregion Hügelland am Ostseestrand. Strandes Bürgermeister Holger Klink (CDU) sprach von einer großen Chance und betonte: „Wir wollen die handwerkliche Fischerei in unserer Gemeinde halten.“

 Dazu würde eben jenes Kühlhaus beitragen, das möglicherweise am Hafen, nahe der Ostmole entstehen könnte. Es gehört zu den wichtigen Projekten, die für die Bewerbung entwickelt wurden, erklärt Dieter Kuhn. Bisher fährt Randy Repenning immer einmal um die Förde, um seinen Fang zur Fischverwertung Kieler Förde zu bringen. Auch ein zweiter Berufsfischer, der gerade sein Kapitänspatent machte, würde in Strande von einem Kühlhaus profitieren.

 Die konkrete Planung beginnt erst demnächst. „Alles, was mit Vermarktung und Nachhaltigkeit zu tun hat“, kann gefördert werden, erläutert Bürgermeister Klink, „aber auch bauliche Dinge“. In Eckernförde und Strande können auch Ideen umsetzt werden, an die bislang noch niemand denkt.

 Für die Förderperiode von 2014 bis 2020 stehen insgesamt 280000 Euro zur Verfügung, erklärt Dieter Kuhn. Ein wichtiges Element ist dabei die Einbindung der Menschen vor Ort. Sie kennen ihre Region, sie entwickeln die Ideen und Projekte, die die Entwicklung der Fischereigemeinden vorantreiben sollen. Die Entscheidung, welche Vorhaben EU-Fördergelder erhalten, trifft ein Arbeitskreis, dem unter anderem die Fischer der beiden Kommunen, Touristiker und der Strander Bürgermeister angehören. Etwa 50 Prozent der Kosten werden pro Projekt gefördert, erklärt Regionalmanager Kuhn.

 Eine weitere Idee in Strande ist der Bau eines Quersteges am Beginn der Ostmole. Denn Repennings „Strande II“ ist zu groß für den Fischersteg. Zurzeit landet er seinen Fang weit draußen auf der Mole an. Ein Quersteg würde ihn näher zu Touristen und anderen Kunden bringen. Nach weiteren Ideen wird in Strande und Eckernförde ab jetzt gefischt.

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Ein Artikel von
Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Redaktion Lokales Kiel/SH

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