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Keine Angst vor Veränderungen

Eckernförde Keine Angst vor Veränderungen

„Veränderung ist das, was die Menschen am meisten fürchten.“ Auf Dieter Borchert trifft dieses Zitat des russischen Schriftstellers Dostojewski nun wirklich nicht zu. Der 60-jährige Eckernförder befasst sich derzeit mit einem neuen Fotoprojekt namens Veränderungen.

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Eine Bank im Eckernförder Kurpark dokumentiert Veränderungen: Auch Lena und Moritz ließen sich von Dieter Bochert für sein aktuelles Projekt ablichten.

Quelle: Uwe Rutzen

Eckernförde. Mit seinen in Schwarz-Weiß gehaltenen Eckernförder Szenen fand Borchert, der als Werbegestalter am Theater Kiel tätig ist, Anfang des Jahres große Beachtung. Dabei hat er verschiedene Eckernförder Personen an unterschiedlichen Plätzen im Stadtgebiet in Szene gesetzt und dabei stets einen Jongleur mit ins Bild „eingebaut“.

Mit seinem Projekt Veränderungen möchte Borchert wiederum kleine Geschichten erzählen und die Betrachter animieren, ihre Fantasie spielen zu lassen. Die Idee dazu kam ihm, als ein Bekannter erklärte, sich von seinem Vollbart trennen zu wollen. Borchert hielt diese optische Veränderung in Etappen mit der Kamera fest. Inzwischen hat er weitere Szenen gestellt, zum Beispiel einen Apfel, der durchs Abbeißen eine Veränderung erfährt, oder eine Optikerin, deren Erscheinungsbild sich durch das Aufsetzen verschiedener Brillen erkennbar wandelt.

Jetzt begab sich Borchert, der die Fotografie seit langem passioniert betreibt, in den Eckernförder Kurpark. Dort bat er verschiedene Personen, sich nacheinander auf ein und dieselbe Bank zu setzen. Mal handelt es sich um ein junges Liebespaar, mal um einen Jogger, mal um eine lesende Frau. Während die Perspektive der Kamera dabei gleich bleibt, vollzieht sich die Veränderung durch die Menschen, die auf ihr Platz nehmen.

Am Ende des Projektes soll jedes der Objekte aus fünf bis acht Bildern bestehen. Und ein gutes Dutzend Objekte sollen dann ausgestellt werden. Voraussichtlich, so sagt Borchert, werde dies Anfang kommenden Jahres geschehen. Der 60-Jährige bevorzugt für seine Fotos das Alltägliche, das vielfach unbeachtet bleibt und doch so interessant sein kann, wenn es entsprechend dargestellt wird. Die Bilder selbst werden kaum digital verändert. Sie sollen bewusst so bleiben, wie sie entstanden sind.

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Ein Artikel von
Uwe Rutzen
Ressortleiter Eckernförder Nachrichten

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