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Internationales Frühstück in Eckernförde

Frauentag Internationales Frühstück in Eckernförde

Gleichberechtigung, Wahlrecht, Anerkennung: Der internationale Frauentag wird seit 1911 gefeiert. Nicht immer ist heute die Stimmung kämpferisch. Beim Frühstück der Kulturen der Frauenberatungsstelle !Via am Mittwoch in Eckernförde kam es auch auf leisere Zwischentöne an.

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Volles Haus bei !Via Eckernförde am internationalen Frauentag: Fatemma Tammo, Lamis Alkattab, die Dolmetscherinnen Maryam Fiazi, Soraja Resai und Al-Zehhawi Sruen sowie Nagar Azizi (v.l.) genießen das Frühstück der Kulturen.

Quelle: Cornelia Müller

Eckernförde. Soraja Resai kommt strahlend zur Tür herein: Sie hat kleine Küchlein fürs Frühstück gebacken und stellt sie gleich auf den Tisch. Die Afghanin ist Dolmetscherin. Das wird sie auch beim Frauenfrühstück in der Langebrückstraße sein. Genauso wie Maryam Fiazi, ebenfalls aus Afghanistan und schon Jahrzehnte in Deutschland. Nagar Azizi zum Beispiel kann kaum Deutsch. „Ich bin schon 70 Jahre alt. Ich habe große Gesundheitsprobleme, kann mich nicht konzentrieren und nicht am Sprachkursus teilnehmen. Das macht mich einsam und traurig“, übersetzt Maryam für sie. „Auch in Afghanistan feiert man einen Frauentag. Da bringen Männer und Kinder uns Geschenke. Es ist schön, dass ich heute hier bei euch sein kann.“

 Um den Tisch und in der Sitzecke haben sich etwa 30 Frauen aus Eckernförde versammelt. Gut die Hälfte ist nicht hier geboren, viele mussten aus der Heimat flüchten. Carole-Anne Winkelhaus von !Via hat jeder eine Tulpe geschenkt, an der ein Zettel mit einem nachdenkswerten Spruch befestigt ist. Als die Gäste und Übersetzerinnen sie vorlesen, wird es still. „Ich bin gerne Frau. Wir haben zusammen schon viel erreicht“, resümiert Mirta Navas, die ursprünglich aus Argentinien stammt. „Wir müssen mutig bleiben, damit bald überall Gleichberechtigung regiert. Am Frauentag sollten wir uns daran erinnern.“

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Cornelia Müller
Eckernförder Nachrichten

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