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Auf Teamfähigkeit kommt es an

Eckernförde Auf Teamfähigkeit kommt es an

„Fast alle sagen später, das war das schönste Jahr meines Lebens“, sagt Wei Qian lächelnd. Die Gründerin des Eckernförder Baumhaus-Projektes denkt gerne an die vielen jungen Leute, die sie mit ihrer Organisation im Rahmen des Freiwilligendienstes Weltwärts des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) schon ins Ausland gesendet hat. Mehr als 200 waren seit Gründung der Organisation 2008 schon in Peru und China im Einsatz.

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Fest der Kulturen: Die Baumhaus-Freiwilligen laden am Sonnabend zu einem chinesisch-peruanischen Sommerfest ein.

Quelle: Rohde

Eckernförde. 43 Jugendliche werden gerade in Eckernförde auf ihren Auslandsaufenthalt vorbereitet, für elf von ihnen geht es nach Peru, für 32 nach China. Alle werden ein Jahr lang in Schulen unterrichten und Kindern verschiedener Altersklassen Englisch beibringen. „Wir haben uns bewusst dafür entschieden, mit unserem Projekt die Bildungsarbeit zu unterstützen. Denn nur Bildung kann die Welt retten“, sagt Qian. Finanziert wird das Projekt zu drei Vierteln aus Bundesmitteln, ein Viertel trägt die Peter-Jochimsen-Stiftung.

„Ich freue mich darauf, die asiatische Kultur kennenzulernen“, sagt Malte Carstensen aus Kiel. Der 19-jährige Abiturient wird ein Jahr lang in China leben und ist gerade zur Vorbereitung in Eckernförde. „Außerdem stehe ich auf chinesisches Essen und freue mich auf die asiatische Küche. Die ist wahrscheinlich ganz anders als das chinesische Essen hier.“

Auch für Alina Tito geht es nach China. „Ich interessiere mich für Entwicklungshilfe, weil ich später gerne in diesem Bereich arbeiten möchte. Deshalb dachte ich, ich fange mit einem kleinen Projekt an“, erklärt die 18-jährige Hamburgerin ihre Motivation für den Auslandsaufenthalt.

Zwei Wochen lang haben die Freiwilligen nun in Eckernförde Spanisch- und Chinesisch-Unterricht genommen, wurden in Didaktik geschult und haben einiges über die Kultur der beiden fernen Länder gelernt. Außerdem ist Teamfähigkeit ein wichtiger Aspekt der Vorbereitung. Denn die Freiwilligen werden an den ausländischen Schulen immer zu zweit ihren Einsatz antreten.

In Peru sind Jugendliche des Baumhaus-Projektes inzwischen an sechs Schulen aktiv, in China sind es 20 Schulen in vier verschiedenen Provinzen. Meist sind diese recht abgelegen, weit weg von den Metropolen des Landes. Das schreckt die Freiwilligen aber nicht ab. „Ich denke, dieses Jahr wird meinen Blick auf die Welt verändert“, sagt der 19-jährige Tom Füllgraf aus Kiel. Auch er wird ein Jahr lang in China unterrichten.

Los geht es Anfang September. Aufgeregt sind sie alle, aber nach den zwei Wochen in Eckernförde fühlen sich die meisten zumindest gut vorbereitet. „Das Seminar hat bei mir die Vorfreude noch vergrößert“, sagt Leon Meyer zu Ermgassen. Er gehört zu den elf Freiwilligen, die in den nächsten zwölf Monaten in Peru unterrichten werden.

Bevor es losgeht, haben die Jugendlichen an diesem Sonnabend, 8. August, ein großes Sommerfest organisiert, zu dem sie in den Hof des Baltic Sea International Campus, Kieler Straße 78, einladen. Ab 11.30 Uhr gibt es Spiele rund um Peru und China, Kuchen und viele Informationen über das Projekt. Der Eintritt ist frei.

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Ein Artikel von
Anne-Kathrin Steinmetz
Lokalredaktion Kiel/SH

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