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Freuden und Leiden der Rentner

Seniorenbeirat Gettorf Freuden und Leiden der Rentner

Was macht das Rentnerdasein lebenswert? Welche Wünsche und Hoffnungen haben ältere Menschen? Wo drückt ihnen der Schuh? Auf diese Fragen passende Antworten zu finden, darum ging es Dienstag bei einem Frühstücksforum des Gettorfer Seniorenbeirats (SBR) im Hotel Stadt Hamburg.

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Welche Probleme, aber auch welche Chancen bringt das Rentnerdasein mit sich? Beim Frühstücksforum des Seniorenbeirats im Hotel Stadt Hamburg wurde eifrig diskutiert.

Quelle: Burkhard Kitzelmann

Gettorf. Das war mal lustig und mal ernst – eben so wie im richtigen Leben eines Ruheständlers.

SBR-Mitglied Jürgen Halefeld hatte sich für die fröhliche Variante entschieden. Als Moderator der mit 75 Teilnehmern sehr gut besuchten Veranstaltung bewies er echte Entertainer-Qualitäten und nahm mit kleinen Witzen und Anekdoten die Besonderheiten des Rentnerdaseins aufs Korn. Er erzählte die fiktive Geschichte eines Mannes, der sich so viel für seinen Ruhestand vorgenommen hatte und schließlich vor lauter Langeweile abwechselnd seinen Arzt und einen Baumarkt aufsuchte, unzählige Vogelhäuschen bastelte, die niemand brauchte, oder seinen einer Wurst ähnelnden Dackel Gassi führte – und das alles in Jogginghosen und unrasiert. „Er sah aus wie Jörg Kachelmann nach 30 Tequilas“, sagte Halefeld und hatte die Lacher der fröhlichen Frühstücksrunde auf seiner Seite. Doch ganz im Ernst: Es gibt viele Dinge im täglichen Leben, die älteren Menschen zu schaffen machen. SBR-Vorsitzender Roland Lauterbach hatte als Beispiele einige TV-Kurzfilme mitgebracht. Da ging es zum Beispiel um die Tücken bei der Bedienung eines Fahrscheinautomaten oder – der Gettorfer Bahnhof lässt grüßen! – um das manchmal schwierige Einsteigen in eine Bahn. Aber es ging auch darum, wie sich der Wunsch nach Mobilität mit dem eigenen Auto mit sinkendem Reaktionsvermögen und nachlassender Sehkraft verträgt. Auch Vereinsamung und Ängste wurden angesprochen. Es zeigte sich: Themen, die ältere Menschen berühren und interessieren, gibt es offenbar genügend. Roland Lauterbach forderte die Besuchers des Frühstücksforums auf, in kleinen Gruppen zu erarbeiten, was der Seniorenbeirat im kommenden Jahr thematisieren soll. Festgezurrt werden soll dies in einer öffentlichen SBR-Sitzung am Dienstag, 1. Dezember, um 10 Uhr in der Amtsverwaltung.

2016 muss der Seniorenbeirat neu gewählt werden. „Machen Sie mit und kandieren Sie!“, warb Jürgen Halefeld dafür, sich in diesem Gremium ehrenamtlich zu engagieren. Die neue Wahlzeit betrage nicht mehr sechs, sondern nur noch drei Jahre.

Für 2016 kündigte Roland Lauterbach außerdem den Start der Seniorenliga Dänischer Wohld an. Auch hoffe er auf die Umsetzung der geplanten Anlaufstelle für Senioren in Gettorf.

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Burkhard Kitzelmann
Eckernförder Nachrichten

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