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Eine Erfolgsgeschichte

Eckodomo Eine Erfolgsgeschichte

Eine Erfolgsgeschichte wird fünf Jahre alt. Das Mehrgenerationenhaus Eckodomo feierte jetzt mit zahlreichen Gästen Geburtstag. Heute liegt das Wohnprojekt voll im Trend: Weg von materiellen Besitztümern, hin zu sozialen Bindungen.

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Der Baum als Symbol für eine gewachsene Gemeinschaft: Das fünfjährige Bestehen des generationsübergreifenden Wohnprojekts Eckodomo wurde im Beisein von zahlreichen geladenen Gästen gefeiert.

Quelle: Uwe Rutzen

Eckernförde. Eckernförde. Er ist nicht nur der blühende Mittelpunkt des Hauses, er ist auch das wachsende Symbol einer funktionierenden Gemeinschaft. Der Ficus benjamina ist aus dem Treppenhaus des generationsübergreifenden Wohnprojekts Eckodomo nicht wegzudenken. Am Wochenende kam es zu einem unerwarteten Wiedersehen zwischen dem Baum aus der Familie der Maulbeergewächse und seinem Stifter. Klaus Buß, einst Bürgermeister von Eckernförde und heute Vorstandsmitglied des Gemeinnützigen Wohnungsunternehmens (GWU), sah sein vor Jahren überreichtes Präsent erstmals nach langer Zeit wieder und zeigte sich erstaunt, wie sich der Baum, vor allem aber Eckodomo entwickelt hat.

 „Ich hänge an diesem Haus“, sagte Buß und erklärte den Bewohnern von Eckodomo und den Gästen des Empfangs zum fünfjährigen Bestehen des Genossenschaftsprojekts, warum das so ist. Während seiner Amtszeit als Bürgermeister der Stadt seien Studenten des Fachbereichs Bauwesen an ihn herangetreten und hätten ihm den Wunsch nach einem Wohnheim vorgetragen. Nach schwierigen Verhandlungen wurde schließlich 1996 aus dem Wunsch Wirklichkeit. Bei der Einweihung der Unterkünfte hatte Buß die damals noch kleine Pflanze überreicht.

 Als die Bauschule nach Lübeck verlegt und das Wohnheim nicht mehr genutzt wurde, traten Hans-Georg Stiefel und ein kleiner Kreis von Mitstreitern an das Land heran. Sie konnten das Gebäude am Bürgermeister Jahn-Weg schließlich erwerben und das erste generationsübergreifende Wohnprojekt in Eckernförde realisieren. Heute leben in den 18 Wohnungen 20 Erwachsene und neun Kinder mit 35 Fahrrädern – aber ohne Rollator. „Wenn sich das ändern sollte, müssen wir über Eckodomo 2 nachdenken“, sagte Stiefel, denn barrierefrei kann das vorhandene Haus nicht ausgebaut werden.

 Der Initiator des Projekts blickte zufrieden auf die vergangenen fünf Jahre zurück. Die gute Gemeinschaft im Haus sei entstanden, weil man nicht aufgehört habe, an das Ziel zu glauben, bis es erreicht wurde. Heute liege Eckodomo im Trend: Weg von materiellen Besitztümern, hin zu sozialen Bindungen. Der Baum inmitten des Hauses sei ein besonderes Symbol für Gemeinschaft: Er sage und tratsche nicht, er beobachte nur. Er sei geduldig und tolerant, auch weil er so gut gepflegt werde.

 Inzwischen sind die Zeiten, an die Bewohnerin Anne Sperling erinnerte, vorbei: „Vor fünf Jahren waren wir sehr aufgeregt, gespannt und ängstlich. Auch weil wir für eine so hohe Summe unsere Unterschrift geleistet haben.“ Heute sei man froh, das getan zu haben.

 Katharina Heldt, die in Vertretung von Bürgermeister Jörg Sibbel die Grüße der Stadt überbrachte, bewertete Eckodomo als Erfolgsgeschichte. „Das könnte eine Antwort auf den demografischen Wandel sein“, sagte sie. Nicht zuletzt deshalb habe die Politik ein städtisches Grundstück am Pferdemarkt einem ähnlichen Projekt zur Verfügung gestellt. Und im Bereich der Nooröffnung könnte etwas Ähnliches geschaffen werden.

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Ein Artikel von
Uwe Rutzen
Ressortleiter Eckernförder Nachrichten

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