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Für jeden Hörgeschmack was dabei

Lange Nacht der Musik Für jeden Hörgeschmack was dabei

Stilistisch und qualitativ breit aufgestellt, dabei ansprechend für ganz unterschiedliche Geschmäcker und Zielgruppen, präsentiert sich am Sonnabend die mittlerweile dritte „Lange Nacht der Musik“, für die Initiatorin Andrea Stephan gleich vor Ort viel Lob von Besuchern erntet.

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Stimmungsvolle Musik am passenden Ort: Das Trio Hafennacht (von links: Erk Braren, Uschi Wittich und Hans-Georg Spiegel) servierte in der Siegfried-Werft eine Melange aus eigenen Kompositionen, neu interpretierten Klassikern und Gassenhauern.

Quelle: Gerhard Breier

Eckernförde. Leichte wie schwere Kost, Humoriges und Ernstes, Neues und Bekanntes, professionell oder ambitioniert präsentiert in unterschiedlichen Besetzungen vom Duo bis zur Bigband aus Eckernförde und Umgebung oder von weiter weg.

„Super“, freut sich die Eckernförder Kulturbeauftragte ihrerseits über den Ablauf des Abends mit insgesamt zehn Programmpunkten und die konstant gute Resonanz von Anfang bis zum Ende – von der Eröffnung um 17 Uhr in der Galerie 66, wo über 50 Zuschauer das „Cinema Swing“-Programm mit dem professionellen Stummfilm-Pianisten Werner Loll aus Goosefeld genießen, bis zum Ausklang mit der heimischen Coverband Up and down, die für Partystimmung im vollen Utgard sorgt und kurz vor Mitternacht mit Gerrit Hoss und seinem Repertoire in niederdeutscher Sprache im Künstlerhaus.

Nach dem Auftakt geht es in der Galerie 66 zunächst swingend weiter – mit der Förde Music Company aus Kiel, in der auch der gebürtige Eckernförder Uwe Vollertsen Gitarre spielt. In dem halbstündigen Programm erklingen für Bigbands ungewöhnliche Stücke wie Alles aus Liebe von den Toten Hosen, bevor das Duo Sing your Soul mit Klarinette und Akkordeon Romantic Moments präsentiert.

Parallel laufen bereits die Volle-Granate-Comedy des Kieler Duos „Die drei lustigen Zwei“ im Utgard und ein Trödelmarkt der Träume mit dem Sänger und Multi-Instrumentalisten Jörn Mosebekk in der Galerie Carlshöhe. Die Qual der Wahl haben Musikfreunde auch anschließend: Lieber in die Kirche zur Neuen Musik, die unter dem Motto Abweichende Weltwahrnehmung etwa mit Die kreisförmigen Ruinen ein Stück für Tanz, Video und Elektronik präsentiert, in die Siegfried-Werft zum Hamburger Trio Hafennnacht oder ins „Haus“ an der Reeperbahn, wo der Ostangeliter Orientexpress mit außergewöhnlicher Instrumentierung und interessantem Repertoire ebenso überzeugt wie durch Musikalität und perfektes Zusammenspiel? Letzteres Ensemble meistert anspruchsvolle Rhythmen und krumme Taktarten, für dessen Verständnis Bassist Finn Strothmann erläuternde Tipps gibt, mit Bravour. Selbst die erst nach Konzertbeginn eintrudelnden Gäste können dem Quartett wie auch dem Musikgenuss nichts anhaben. „Haus“-Leiterin Nadine Förtsch ist derweil irritiert vom Kommen und Gehen der Konzertbesucher, das sie so noch nicht kenne und als Respektlosigkeit gegenüber den Musikern wertet. Andrea Stephan sieht es anders: „Gerade das ist Sinn und Zweck der Langen Nächte, dass man von Ort zu Ort tingeln kann“, erklärt sie das Konzept, „und das nutzen auch viele: einfach mal reinhorchen, und wenn’s mir gefällt, bleibe ich“.

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