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Köpfen und Hechten an der Platte

Funsport Kopftischtennis Köpfen und Hechten an der Platte

Dieser Sport ist rasant, exotisch und funktioniert nur mit viel Köpfchen. Bei „Headis“ spielen Jan-Owe Holke (22), Ole Holst (23), Henning Nielsen (22) und Moritz Stetzkamp (23) Tischtennis mit dem Kopf. Im TSV Goosefeld haben sie eine Heimat gefunden und sind dabei, ihre Sportart bekannt zu machen.

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Neuer Ballspaß: Henning Nielsen, Moritz Stetzkamp und Jan-Owe Holke (v. li.).

Quelle: Rainer I. Krüger

Goosefeld. „Wir hatten einen Volleyball, aber kein Netz – dafür aber eine Tischtennisplatte.“ So war die Ausgangssituation, die den aus Goosefeld stammenden Kieler Holst zum Headis brachte. Das war beim gemeinsamen Urlaub mit Holke und Stetzkamp im August 2015 in Tschechien. Die Freunde machten aus der Not eine Tugend. „Weil es einer von uns im Fernsehen gesehen hatte, spielten wir den Ball mit dem Kopf über die Platte. Das schockte. Also blieben wir dabei“, erinnert sich Holst. Der Name des Sports setzt sich aus dem englischen Wort Head für Kopf und dem deutschen Tennis zusammen.

 Was den Reiz ausmacht, zeigt das Training mittwochs von 17 bis 19 Uhr in der Goosefelder Gemeindefreizeitstätte. Dort treten Holst und Stetzkamp zum Match an. „Wir spielen Headis in einem Satz bis elf Punkte“, erklärt Stetzkamp. Beim Abschlag muss der Ball in der eigenen und der gegnerischen Seite aufkommen, dann nur noch in der Gegnerhälfte. Anders als beim Tischtennis dürfen Spieler die Platte berühren. Es beginnt ein schnelles Köpfen. Mal wird der Ball angeschnitten, mal flach gespielt. Richtig Fahrt nimmt das Rund auf, als Holst auf den Tisch hechtet und ihn mit noch mehr Druck hinüberspielt. Das bringt dann auch einen Punkt. „Ob solche Sachen klappen, muss im Training probiert werden“, sagt Holst. Dass es bei Kontakten mit der Platte blaue Flecken und Abschürfungen gibt, gehört für ihn dazu. Kopfschmerzen macht Headis aber nicht. Dafür sorgt der Spezialball, denn der wiegt nur 100 Gramm.

 Das ursprüngliche Startquartett – Holke, Holst, Stetzkamp und ihr Freund Tim Jooß – ist dabei, in Goosefeld eine Headis-Sparte aufzubauen. Erfolg ist absehbar. Oles Bruder Lasse Holst und Henning Nielsen sind schon dazugekommen. Was sich die Headis-Fans wünschen, sind weitere Gegner. Zum Training sind neue Spieler willkommen. Das Interesse am Funsport besteht, weiß Ole Holst aus Erfahrung: „Wenn ich Leuten von Headis erzähle, blicken sie mich erst mit großen Augen an. Das ändert sich aber, wenn ich Videos auf dem Smartphone zeige.“

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