23 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Anpfiff zum Multi-Kulti-Kick

Gettorf Anpfiff zum Multi-Kulti-Kick

Eine Premiere im Gettorfer Stadion am Ringweg: Erstmals steigt dort ein Fußballspiel zwischen Flüchtlingen und der U-23-Mannschaft des Gettorfer Sportclubs (GSC). Anpfiff ist am Montag, 20. Juli, um 19 Uhr.

Voriger Artikel
Platz an der Sonne
Nächster Artikel
Wer baut die schönste Sandburg?

Training auf dem Gettorfer Sportplatz am Ringweg: Die Flüchtlinge Nour Taha aus Syrien (links) und Bereket Abraham aus Eritrea kickten zum Spaß mit Amtsdirektor Matthias Meins (2. v. l.) und Amtsvorsteher Kurt Arndt.

Quelle: Jan Torben Budde

Gettorf. Die Idee zu dem Multi-Kulti-Kick mit etwa 20 Asylbewerben aus Syrien, Eritrea, Irak, Albanien, Russland, Serbien und Armenien stammt von Matthias Meins, Amtsdirektor Dänischer Wohld. „Es geht um den Spaß“, sagt der Fußball-Fan.

 Seit zwei Wochen trainieren die Flüchtlinge auf dem Sportplatz. Bereket Abraham aus Eritrea freut sich auf die sportliche Abwechslung. Vor der Flucht hat der 24-Jährige in seiner Heimat gern mit Freunden gebolzt. Er mag den englischen Club FC Arsenal. Nour Taha aus Syrien steht zwischen den Pfosten. Der Torwart ist Fan von Bayern München und Oliver Kahn. Beide kicken mitunter am Wochenende auf dem Fußballplatz in Gettorf – mit anderen Flüchtlingen und Einheimischen.

 „Das Spiel dient der Integration und der Willkommenskultur“, sagt Amtsvorsteher und GSC-Ehrenvorsitzender Kurt Arndt. Er stellte den Kontakt zum Verein her, wo die Idee auf offene Ohren stieß. Gleiches gilt für den Flüchtlingsbeirat der Kirchengemeinde, der sich ehrenamtlich um die Asylbewerber kümmert. „Eine große Herausforderung stellte die Beschaffung von Fußballschuhen dar“, erzählt Mitglied Sabine Axmann-Bruckmüller aus Schinkel. Kein Flüchtling besitze Stollenschuhe, die deshalb besorgt wurden. „Es gab Sach- und Geldspenden“, berichtet Beiratsmitglied Inga Tolk aus Dänischenhagen. Auch Matthias Meins steuerte ein ausgedientes Paar bei.

 Als ungünstig erwies sich der ursprüngliche Termin für das Fußballspiel – der vergangene Mittwoch. „Es war noch Ramadan“, erklärt Ammar Khalfah. Der Syrer ist selbst Flüchtling und unterstützt die Asylbewerber aufgrund seiner hervorragenden Deutschkenntnisse als Dolmetscher. Da der Kick gegen die GSC-Spieler in der Fastenzeit unfair gewesen wäre, wurde das Spiel auf Montag verschoben. Zumal es danach Grillwurst geben soll. Arndt: „Wir hoffen auf viele Zuschauer.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Eckernförde 2/3