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Bürgerbegehren gegen Baupläne

Gaehtjestraße Bürgerbegehren gegen Baupläne

Die Bürgerinitiative „Bauen in Eckernförde“ macht Ernst. Um eine wasserseitige Bebauung der Gaehtjestraße zu verhindern, soll am Sonnabend, 16. April, mit einer Unterschriftensammlung begonnen werden. Ziel der Initiative ist es, ein Bürgerbegehren in Gang zu setzen.

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Die Bürgerinitiative „Bauen in Eckernförde“ setzt sich dafür ein, dass auf eine wasserseitige Bebauung der Gaehtjestraße verzichtet wird.

Quelle: Uwe Rutzen

Eckernförde. Nach Auffassung der Bürgerinitiative tritt das Projekt „Nooröffnung“ in seine entscheidende Phase. „Aus der guten Idee, den Bereich zwischen Steindamm, Schulweg, Bahn und Noorstraße zu sanieren, wurde die Rückbesinnung auf den historischen Zustand von vor 1924, als es noch ein Binnennoor westlich des Steindamms gab“, heißt es in einer Presseerklärung. Die Initiative erinnert daran, dass in einem städtebaulichen Gutachten empfohlen wurde, die Verbindung zwischen Noor und Hafen wieder herzustellen und eine Promenadenverbindung vom Hafen zum Windebyer Noor zu schaffen. Nach der Wiedereröffnung des Binnennoores sollten in diesem Bereich hochwertige Baugrundstücke entstehen.

Die von den Siegern eines Wettbewerbs, den Architekten Petersen, Pörksen und Partner (PPP), vorgeschlagene und letztlich von der Ratsversammlung beschlossene Planung enthielt außerdem Bootshäuser mit Bootsstegen und Bootsverleih am Binnennoor und der Norderhake, eine Bebauung des Steindamms und die sogenannten „Packhäuser“ am Binnenhafen mit einer veränderten Verkehrsführung in der Gaehtjestraße .

Das Bürgerbegehren wendet sich gegen eine mehrstöckige Bebauung an der Gaehtjestraße. „Ein an der Ostseeküste einmaliges Stadtbild sollte nicht durch neuzeitliche Gebäude verändert werden“, wird argumentiert. Eine Bebauung, so die Bürgerinitiative, würde zu Enge, Lärm und Zerstörung führen. Auch könnten erhebliche Kosten eingespart werden: Die Stadtkämmerei schätzt nach Angaben der Presseerklärung für den Umbau der Gaehtjestraße einen Betrag von 1,6 Millionen Euro. Zusätzlich würde der Verkehrsfluss zwischen Eckernförde und Borby erheblich erschwert werden.

Bei einem Nichtverkauf bliebe das Grundstück am Binnenhafen im Eigentum der Stadt. Weiter stellt sich den Initiatoren des Bürgerbegehrens die Frage einer sinnvollen Nutzung der dort geplanten Gebäude, liegen die Grundstücke doch im Bereich der Hochwassergefährdung und sind zu Wohnzwecken erst ab einer Höhe von 3,5 Meter über dem normalen Wasserstand der Ostsee nutzbar.

Die Bürgerinitiative hält eine Bebauung der Wasserseite der Gaehtjestraße nicht für sinnvoll und will deshalb ein Bürgerbegehren in Gang setzen. Entsprechende Unterschriftenlisten werden am Sonnabend, 16. April, an einem Stand in der Kieler Straße, zunächst Höhe Commerzbank, zwischen 10 und 13 Uhr ausliegen. Zusätzlich wird auf der Homepage der Bürgerinitiative (www.bauen-in-eckernförde.de) ein Download zur Verfügung stehen. Zu beachten ist dabei, dass die Abstimmungsliste auf der Vorderseite und die Kostenschätzung auf der Rückseite desselben Blattes heruntergeladen werden müssen.

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Ein Artikel von
Uwe Rutzen
Ressortleiter Eckernförder Nachrichten

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