18 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
Demozug gegen Deponiepläne

Gammelby Demozug gegen Deponiepläne

Lautstark gingen am Sonnabend 120 Demonstranten mit Trillerpfeifen und Tröten in Gammelby auf die Straße. Ihr Protest richtete sich gegen Erweiterungspläne für die Deponie. Umweltschäden und zunehmender Lkw-Verkehr werden befürchtet.

Voriger Artikel
Aalregatta künftig wieder zur Kieler Woche
Nächster Artikel
Feuerwehr rettet Vierjährigen vom Baum

Die Bürgerinitiative auf der Straße: 120 Teilnehmer demonstierten gegen die geplante Erweiterung der Deponie in Gammelby.

Quelle: Rainer I. Krüger

Gammelby. Die im Februar gegründete Gammelbyer Bürgerinitiative „Deponie-nie“ (BI) hatte den um 11 Uhr gestarteten Marsch auf die Beine gestellt. „Wir haben gemerkt, dass sich auch unsere Kinder wegen der Pläne sorgen machen. Deswegen haben wir sie aufgefordert, möglichst viel Krach zu machen“, erklärte Mitorganisatorin Alexandra Florek. Gut eine Stunde ließen die Demonstranten auf der abgesperrten Dorfstraße von sich hören. Mitglied Rolf-Dieter Hergel machte per Megaphon deutlich, was der BI bei den Plänen der Firma Glindemann für die derzeit nicht betriebene Deponie Sorgen macht. „Wir fordern eine gründliche Untersuchung der alten Deponie. Außer dem Pleite gegangenen Deponie-Inhaber weiß keiner, was dort eingelagert wurde.“

Das sind die Bilder der Demonstration.

Zur Bildergalerie

Kritik an der Kreisaufsicht

In diesem Zusammenhang äußerte Hergel auch Kritik an der Aufsicht durch den Kreis Rendsburg-Eckernförde. „So wie es aussieht, hat auch die für die Überwachung zuständige Behörde nicht so richtig hingeschaut.“ So folgte die BI-Forderung: „Hier ist zu untersuchen, ob die zweifellos vorhandenen Giftstoffe zu einer Gefährdung des Grundwassers führen – oder ob die am Deponiegelände vorbeiführende Koseler Au irgendwann Giftstoffe in die Schlei spült und dadurch die gesamte Schleiregion in Mitleidenschaft gezogen wird.“ Sollte sich der BI-Verdacht bestätigen, müssten die Giftstoffe entfernt und die Deponie versiegelt und geschlossen werden. Die Weiterführungspläne durch Glindemann kommentierte Hergel ebenfalls: „Das irrwitzige Vorhaben, diese Deponie zu sanieren, indem man obendrauf und rundherum noch mehr Müll abkippt, ist sofort zu beenden.“ 

Florek verbuchte die Demonstration als Erfolg. Die BI hat die Aktion dokumentiert. Sie will ihr Material an die Genehmigungsbehörde für die Deponie, das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR), schicken.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Anzeige
Mehr zum Artikel
Gammelby
Foto: Sie informierten die 127 Gammelbyer: Norbert Jordan (links), Marlies Thoms-Pfeffer und Jürgen Punke.

Die Botschaft war deutlich. Die Gammelbyer wollen keine erweiterte Deponie im Norden der Gemeinde. Das zeigten klare Mehrheiten auf der Einwohnerversammlung am Montag. 127 Bürger waren gekommen.

  • Kommentare
Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Nachrichten aus Eckernförde 2/3