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Nein zu Deponieplänen

Gammelby wehrt sich Nein zu Deponieplänen

Deponie! Nein, danke. So lautet die Botschaft der Gammelbyer Einwohnerversammlung am Montag. Einstimmig sprachen sich die 56 Anwesenden nach dreistündiger Debatte gegen den Betrieb einer Deponie auf Gemeindegebiet aus.

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In Gammelby baut die Firma Glindemann bereits Kies ab. Für die Deponiepläne des Unternehmens ist nun auch das Grundstück an der Bundesstraße 76 in der Diskussion.

Quelle: Rainer Krüger

Gammelby. Weiter forderten sie Land und Kreis auf, die Altbestände auf der ehemaligen Lagerstätte endgültig abzuwickeln. „Die Gemeinde Gammelby ist in der Vergangenheit und der Zukunft durch Kiesabbau und als Deponiestandort belastet genug“, formulierte es AntragstellerTarik Stolz (GWG). Ehe es zum Votum kam, war beim Treffen über drei Stunden lang der Sachstand zur Deponie erklärt und die kommunalpolitische Strategie zum Vermeiden eines Betriebs erörtert worden.
Bürgermeisterin Marlies Thoms-Pfeffer (KWG) und Norbert Jordan, Bauamtsleiter im Amt Schlei-Ostsee, erläuterten eingangs die Vorgeschichte. 96 gelistete Gäste im restlos besetzten Landgasthaus Gammelby hörten zu. Der schon von November 2015 bekannte Hintergrund: Die Unternehmensgruppe Peter Glindemann will die nicht mehr betriebene Deponie bei Gut Eichtal um 4,6 Hektar erweitern. 461000 Kubikmeter Baurestabfälle sollen dort in 20 Jahren gelagert werden.
Alexandra Florek und Anke Häußler von der Bürgerinitiative „Deponie-nie“ brachten Argumente gegen beide Standorte. So sei zu erwarten, dass in eine Bauschuttdeponie auch Material abgerissener Atomkraftwerke komme. Problematisch daran für beide: Die Betreiber würden durch Messungen selbst kontrollieren, ob die Belastung durch Radioaktivität gering genug sei, um den Schutt frei an Deponien zu liefern.
rik

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Rainer Krüger

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