14 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Geburten-Zulauf aus Flensburg und Kiel

Imland-Klinik Geburten-Zulauf aus Flensburg und Kiel

Die Geburtenzahlen an der Imland-Klinik in Eckernförde steigen weiter an. Montag vermeldete die Entbindungsstation bereits das 400. Neugeborene (Stichtag Sonntag). 2015 wurde diese Zahl erst Mitte August erreicht. Gut 24 Stunden später waren es bereits acht Babys mehr.

Voriger Artikel
Ein Frühstück direkt am Strand
Nächster Artikel
Ausgesperrt und ausgenommen

Edda heißt das 400. Baby. Von links: die stolzen Eltern Maik Gattermann und Nina Lang mit Beleg-Hebamme Helen Wolter.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Ein Geburtenboom in Eckernförde? So einfach lässt sich das nicht rechnen. Denn die örtliche Entbindungsstation ist über die Region hinaus beliebt. „Aus der Stadt Eckernförde haben wir immer rund 150 Geburten pro Jahr“, sagt Gynäkologin Dr. Swana Swalve-Bordeaux. Ein „Wahnsinnszulauf“ ist vielmehr aus den Räumen Flensburg und Kiel zu verzeichnen. „Die Leute kommen von sonst wo, um bei uns zu entbinden.“ Vor allem das 1:1-System – eine Hebamme betreut eine Schwangere – und die persönliche Atmosphäre würden von den jungen Müttern geschätzt.

 Doch es gibt weitere Gründe. Im Raum Flensburg, aus dem der meiste Zulauf stammt, hat die Förde-Klinik Glücksburg ihre Geburtenabteilung geschlossen (450 Geburten) und auch die Entbindungsstation auf Sylt (50 Geburten) ist zu. Die Folge: Flensburg ist überlastet, Eckernförde eine gefragte Alternative. Hinzu kommt, dass in allen Krankenhäusern durch Migrantenfamilien die Geburtenzahlen leicht angestiegen sind.

 „Wir freuen uns, dass es gut läuft“, sagt Swalve-Bordeaux. Denn die Geburtshilfe ist für Kliniken in der Regel ein Zusatzgeschäft. Personell ist die Eckernförder Abteilung mit 13 Beleg-Hebammen, vier Beleg-Gynäkologen, einem Honorararzt und zwei Stationsärztinnen (auf einer Stelle) zurzeit gut aufgestellt. Nur räumlich ist es auf der Station etwas enger geworden. Die Väter, die sonst mit aufgenommen werden können, mussten aktuell ausziehen, da sonst zu wenig Betten frei gewesen wären.

 „Die Verbindung zu den Hebammen und Ärzten ist hier toll“, begründet Nina Lang aus Schuby, warum sie ihr Kind in Eckernförde entbinden ließ. „Die Hebamme ist von Anfang an dabei.“ Sonntagmittag kam mit ihrer Edda das 400. Baby in der Geburtenstation zur Welt. Im vergangenen Jahr zählte Eckernförde insgesamt 690 Geburten, davor waren es 613 Neugeborene. Setzt sich der Trend fort, ist damit zu rechnen, dass dieses Jahr die Zahl von 700 Geburten übertroffen wird.crd

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

Mehr aus Nachrichten aus Eckernförde 2/3