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Geht Schwimmunterricht baden?

Gettorf Geht Schwimmunterricht baden?

Seit vielen Jahren bietet der Gettorfer Turnverein (GTV) Schwimmunterricht für Kinder und Jugendliche aus dem Dänischen Wohld an. Jetzt schlägt der größte Sportverein der Region Alarm.

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Seit Jahren bietet der GTV in Kiel Schwimmunterricht an. Jetzt ist dieser Service in Gefahr.

Quelle: Anett und Ralf Harmuth

Gettorf. Die Ausbildung, die in der Schwimmhalle der Kieler Uni stattfindet, reißt Jahr für Jahr ein riesiges Loch in die Vereinskasse. Das Defizit sei nicht mehr zu wuppen, so GTV-Vorsitzender Gunnar Buchheim und Vereinsgeschäftsführer Thomas Glüsing in einer Pressemitteilung.

Zum Bedauern von Glüsing lernen immer weniger Kinder im Vorschulalter oder später in der Schule Schwimmen. Dieser Versorgungslücke nehme sich der Verein seit Jahren an. Am Wettkampfbetrieb sei die Schwimmsparte schon lange nicht mehr beteiligt.

Die knapp 100 Mitglieder der Sparte zahlen nach Auskunft des GTV-Geschäftsführers einen jährlichen Zusatzbeitrag von 120 Euro, wobei Familien mit mehreren Kindern weniger belastet würden. „Die Einnahmen durch Mitgliedsbeiträge belaufen sich auf knapp 10000 Euro im Jahr. Doch damit werden nicht einmal die Kosten für den Schwimmbetrieb und die Hallenmiete gedeckt“, so Glüsing. Zusätzlich zu den Übungsleiterkosten und Verbandsabgaben (zusammen 5800 Euro) und der Hallenmiete (4500 Euro) fallen 12000 Euro an Buskosten für den Transport der Kinder und Jugendlichen an. Dies ergibt, wie Glüsing vorrechnet, abzüglich der Mitgliedsbeiträge ein Defizit von rund 13000 Euro. Zwar zeigten sich die anderen Sparten und Abteilungen des Vereins solidarisch und beteiligten sich seit Jahren an der Querfinanzierung des Schwimmens. „Doch auf Dauer ist dies nicht mehr zu begründen und zu stemmen“, meint der Vereinsgeschäftsführer. Benötigt werde ein Zuschuss von mindestens 8000 Euro jährlich. Höhere Beiträge oder Umlagen über die jetzigen 120 Euro hinaus, was ja vor allem Kinder und Familien träfe, sind nach den Worten Glüsings „von keinem gewünscht und sozial nicht vertretbar“. In erster Linie müsse es darum gehen, den Bus zu erhalten. Der Nachteil bei privat organisierten Fahrten sei unter anderem, dass es nicht den gleichen Versicherungsschutz für Personenschäden wie bei einem Busunternehmen gebe.

Vorstand und Geschäftsführung wollen den ehrenamtlichen Schwimmabteilungsleiter Andreas Hinzmann mit den Problemen nicht allein lassen. Deshalb rufen sie dazu auf, sich mit Ideen, Anregungen und auch ehrenamtlichem Einsatz einzubringen.

Am Sonntag, 8. November, 15 Uhr, soll im Vereinsheim mit allen Beteiligten und Betroffenen das Problem erörtert werden.

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Ein Artikel von
Burkhard Kitzelmann
Eckernförder Nachrichten

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