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Für Windenergie offen bleiben

Schwedeneck Für Windenergie offen bleiben

Eignungsflächen für Windenergie sind Thema auf der nächsten Sitzung der Gemeindevertretung in Schwedeneck. Die UBS-Fraktion möchte die Gemeinde weiter für erneuerbare Energien offen halten. Grundstücksbesitzer sind interessiert, dass ihre Flächen berücksichtigt werden. Die Kriterien des Landes sind noch nicht bekannt.

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Zwischen Sprenge und Surendorf gibt es bereits einen Windpark. Auch Besitzer anderer Flächen sind daran interessiert, dass ihr Land als Eignungsgebiet berücksichtigt wird.

Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck

Schwedeneck. Viel Energie steckt in der Sitzung der Gemeindevertretung Schwedeneck am Donnerstag. Es geht um Ölförderung sowie mögliche Windeignungsflächen in der Gemeinde. Aus der UBS-Fraktion gibt es einen Antrag, im Gemeindegebiet liegende Flächen auf eine mögliche Eignung für Windenergie zu prüfen und bis Ende Mai der Landesplanung zu melden. „So soll sichergestellt werden, dass im Gemeindegebiet Möglichkeiten zur Nutzung der Windenergie bestehen bleiben und ein Beitrag zur Energiewende geleistet wird“, heißt es im Antrag. „Ich fänd’s gut, wenn sich die Gemeinde Schwedeneck weiter für Windenergie offen hält“, sagte dazu UBS-Fraktionschef Michael Kreuzer.

 Zu den Sitzungsunterlagen gehört ein Schreiben der Bürgerwindpark Schwedeneck GmbH vom Januar. Darin wird auf die im Juni 2015 veröffentlichten – nicht rechtskräftigen – Karten des Landes mit Windpotenzialbereichen verwiesen. Dazu gehört Land auf Gut Birkenmoor, Gut Grönwohld und Gut Sprengerhof. „Die jeweiligen Besitzer dieser Flächen sind stark daran interessiert, dass die Gemeinde diese Flächen als geeignete Windeignungsflächen berücksichtigt und dieses auch der Landesplanungsbehörde Schleswig-Holstein umgehend mitteilt“, heißt es im Schreiben vom Bürgerwindpark.

 „Die Karten haben viel Unruhe gestiftet“, meinte Bürgermeister Gustav Otto Jonas (SPD). Da die Kriterien des Landes letztendlich noch nicht bekannt seien, könne man in der Gemeindevertretung eigentlich nur grundsätzlich diskutieren, ob man die Flächen anführen wolle.

 Nach Angaben des stellvertretenden Regierungssprechers Lars Erik Bethge haben die Gemeinden sowohl über informelle Planungskonzepte als auch im formalen Anhörungsverfahren „die Möglichkeit darzulegen, inwiefern eine konkrete Fläche aus ihrer Sicht die Kriterien erfüllt oder auch nicht erfüllt“. Letztendlich zählten immer die Tabu- und Abwägungskriterien.

 Innerhalb der künftigen Vorranggebiete für Windenergie sind einer einschränkenden gemeindlichen Steuerung „sehr enge Grenzen“ gesetzt, heißt es in einem Beratungserlass vom Februar. Bauleitpläne, „die eine faktische Verhinderungsplanung bewirken“, seien rechtlich nicht zulässig, weil sie den Zielen der Raumordnung widersprächen.

Gemeindevertretung: 10. März, 19 Uhr, Binges Gasthof, Surendorf. Weitere Themen: Zustimmung zur Wahl des Ortswehrführers Sprenge-Birkenmoor, Antrag zur Internetpräsenz des Touristikbetriebes, Bildung einer Arbeitsgruppe zum Eigenbetrieb Touristik.

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Ein Artikel von
Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Redaktion Lokales Kiel/SH

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