21 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Mit GPS auf Pizza-Suche

Gettorf Mit GPS auf Pizza-Suche

Auf Kindergeburtstagen stieg die Spannung mit jedem Meter durch den Wald: Früher dienten noch Papierschnipsel oder Sägespäne als Wegweiser bei einer Schnitzeljagd. Heutzutage nutzen Kinder (und Erwachsene) elektronische Geräte wie ein Tablet-PC, um das Ziel zu finden. Geocaching nennt sich die moderne Form der Schnitzeljagd: So gehen in dieser Woche 13 Kinder aus dem Dänischen Wohld in Gettorf spielerisch auf Erkundungstour.

Voriger Artikel
Orchidee auf der Garageneinfahrt
Nächster Artikel
Tüttendorfer Zweitakt-Teufel

Mit Tablet-PC gehen die Kinder auf moderne Schnitzeljagd, die heutzutage Geocaching heißt: Jonas, Jakob, Lisa, Tjara und Amelie (vorn von links) sowie die Betreuer Jens und Jule.

Quelle: Jan Torben Budde

Gettorf. Die Mädchen und Jungen schneiden fleißig Gurken und Möhren. „Verpflegung für unseren Ausflug in den Klettergarten in Altenhof“, verrät Svea Appel (20) aus Tüttendorf. Ole knetet Teig für eine Pizza, die seine Mitstreiter Eike Morten, Joline und Mats Jonas in der Küche der Kindertagesstätte Arche Noah mit Käse und Paprika belegen – vor dem Zubereiten mussten die Lütten die Zutaten jedoch erst suchen. Wo? Bei besagtem Geocaching in Gettorf. Dafür war das Betreuer-Quartett, dem außer Svea noch Jule von Ahlften (20), Sophia Binkert (19) und Jens Haese (16) angehören, zuständig. „Alle haben schon pädagogische Erfahrungen gesammelt“, berichtet Silke Wahl vom Jugendbüro der Gemeinde, die das Ferienprojekt mit Kindern im Alter von sieben bis 13 Jahren koordiniert.

„Es geht darum, dass sie rausgehen, ihre Umgebung kennenlernen und nicht zuhause vor dem Computer sitzen“, erklärt die 44-Jährige den pädagogischen Ansatz. Deshalb ist die Sozialpädagogin froh, dass ihr Projektantrag bewilligt wurde. Denn der Bundesverband der Schulfördervereine (BSFV) fördert die Aktion im Rahmen des Programms Bündnisse für Bildung. Kultur macht stark des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Die Geldgeber stellten für das Geocaching gleich drei GPS-fähige Tablet-PC und eine App zur Verfügung, womit Orte mit geografischen Koordinaten und verschiedene Aufgaben hinterlegt werden können. Routen und Rätsel denken sich die Betreuer aus. „Auf den Tablets sind dann Karten mit Pfeilen zu sehen“, erklärt Jens. Er schickte die jungen Geocacher zum Spielplatz Jägerwinkel – denn das Motto lautet Erkundung von Spielplätzen. Doch vorher sollen die Kinder kleine Denkaufgaben lösen, um versteckte Caches (geheime Lager) zu finden. Es galt, mysteriöse Hinweise von Jens wie „Suche wie ein Maulwurf“ oder „Finde den Regenbogenschatz“ richtig zu deuten, um die in Tütchen eingeschweißten Pizza-Zutaten unter einem Erdhügel oder auf einem Baum zu entdecken.

„Ich habe den Käse gefunden“, erzählt Jakob (7) stolz. Auch Paul (12) ist vom Geocaching begeistert: „Mit dem Tablet ist es nicht so leicht, aber auch nicht zu schwierig, die Verstecke zu finden.“ Er gehört zu den „Wiederholungstätern“, nahm schon am Geocaching im April teil.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Eckernförde 2/3