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Streit um Parkplatzbebauung

Eckernförde Streit um Parkplatzbebauung

Ein Prüfantrag, der in der Ratsversammlung am Donnerstag der Stadt Eckernförde gestellt werden soll, trifft bereits im Vorfeld auf heftige Kritik. Der Antrag zielt auf eine mögliche Bebauung des Park+Ride-Parkplatzes zwischen Bahnhof und Schulweg ab sowie einen Ausbau der Parkflächen am Grünen Weg. Der Wirtschaftskreis lehnt den Plan ab.

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Immer gut belegt ist der kostenlose Park&Ride-Parkplatz zwischen Bahnhof und Schulweg.

Quelle: Rohde

Eckernförde. Eckernförde. Ein Prüfantrag der Fraktionen von Grünen, Bürger-Forum, FDP und Linken, der in der Ratsversammlung am Donnerstag der Stadt Eckernförde gestellt werden soll, trifft bereits im Vorfeld auf heftige Kritik. Der Antrag zielt auf eine mögliche Bebauung des Park+Ride-Parkplatzes zwischen Bahnhof und Schulweg ab sowie einen Ausbau der Parkflächen am Grünen Weg. Der Wirtschaftskreis Eckernförde (WKE) lehnt eine Bebauung des P+R-Parkplatzes vehement ab.

 Grüne, Bürger-Forum, FDP und Linke begründen den Prüfantrag damit, dass nach dem Aus für das Kinoprojekt am Bahnhof die Chance bestehe, diesen Bereich zu bebauen und die Stadt damit als Wohn- und Einkaufsort attraktiver zu gestalten. Als Ausgleich solle der Parkplatz Grüner Weg in mehreren Ebenen aufgestockt werden und eine gute Fußgängeranbindung an die Innenstadt erhalten.

 Der Wirtschaftskreis hat für solche Bebauungspläne kein Verständnis. Er verweist auf das aktuelle Parkraumkonzept und darauf, dass weitere Parkflächen benötigt würden, um die nördliche Innenstadt zu erschließen. Nach Rechnung des WKE gehen bereits durch Umgestaltungen für das Projekt Nooröffnung dort insgesamt 140 Parkplätze verloren. Die Kompensation soll durch eine Aufstockung im P+R-Bereich erfolgen. „Das ist zwar nicht mehr der ,echte Norden’, eine Kompensation am Grünen Weg wäre jedoch extrem weit entfernt“, kritisiert der WKE. Nur der P+R-Bereich sei annähernd dafür geeignet, die nördliche Innenstadt weiterhin mit Parkplätzen zu versorgen.

 Im Blick hat der WKE aber auch die Marktbesucher, die mittwochs und sonnabends die nahe Parkmöglichkeit zu schätzen wissen. Gerade Ältere seien nicht in der Lage, mit ihren Einkäufen weite Wege zu ihrem Stellplatz zu gehen, betont der Vorstand des Wirtschaftskreises. „Wenn die Wege zum Auto zu lang werden, entfällt auch die Bereitschaft, zwischendurch einen Teil der Einkäufe zu verladen und zurückzukehren.“ Die Folge wäre für den WKE eine Abwanderung von Kunden. Dies wäre auch für die Wochenmarktbeschicker schädlich.

 Der Vorstand erinnert an den Entzug der Parkplätze im Bereich des heutigen Betreuten Wohnens an der Reeperbahn, der der Innenstadt seinerzeit „massive Umsatzeinbrüche“ beschert habe. „Eine weitere Verdrängung von Parkraum an die Peripherie würde diese erneut auslösen“, befürchtet der WKE. Darüber hinaus würde eine Zentrierung von Parkplätzen am Grünen Weg zu vermehrtem Parksuchverkehr führen.

 Auf Kopfschütteln stößt der geplante Prüfantrag auch bei CDU und SPD. „Für uns kommt eine Bebauung des P+R-Platzes überhaupt nicht in Frage“, sagt CDU-Fraktionsvorsitzende Katharina Heldt. Ihr SPD-Kollege Martin Klimach-Dreger erklärt auf Anfrage: Er halte den Antrag nicht für beschlussfähig. „Darüber müssten wir uns eingehend im Bauausschuss inhaltlich unterhalten.“

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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