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40 Jahre Museum Geschichte zum Anfassen

Am Wochenende feierte das Museum Eckernförde sein 40-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass gab es ein offenes Haus und zahlreiche Aktionen für Jung und Alt. Unter anderem auch ein Quiz unter dem Titel Geschummelt oder Gesammelt?

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Konzentration: Hans „Kuddel“ Willomitzer zeigt Kjell (8) aus Barkelsby, wie früher die Nageljungs arbeiten mussten.

Quelle: Kai Pörksen

Eckernförde. Fußballschuhe, an den Nagel gehängt, Firma Adidas, 1980, Leder Kunststoff, Metall, Inventar-Nummer 2000/200. Echt oder nicht echt? Sieben Exponate hatten die Mitglieder des Museumsvereins unter die Stücke der ständigen Ausstellung gemischt, vier davon waren jedoch nicht echt, sondern untergeschummelt. Nicht leicht, das herauszufinden. Sinn und Zweck der Übung: Die Besucher sollten einmal genauer hinschauen, was ihr Museum zu bieten hat. Die Schuhe allerdings, die waren geschummelt.

Gut 300 Gäste, darunter auch 40 Kinder, machten sich auf, an den Aktionen teilzunehmen. Organist Immo Wesnigk führte mehrfach durch seine Elektrosammlung, die Modelleisenbahn zeigte Eckernförde um 1951, Führungen brachten die Ausstellungen Keramik, Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts, Souvenirs oder Flucht und Vertreibung den Besuchern näher, Musik gab es von Meike Salzmann am Akkordeon und Ulrich Lehann an der Klarinette.

In Vertretung des erkrankten Bürgermeisters Jörg Sibbel begrüßte neben Museumsleiter Uwe Beitz Bürgervorsteherin Karin Himstedt die Gäste und blickte zurück auf 40 Jahre Museum. Erst 1975 konnte es verwirklicht werden, zunächst in der Willers-Jessen-Schule in eher provisorischer, dann 1984 nach dem Rathausneubau in der heutigen Form. Ab 1990 wurde das Museum professionell betreut zunächst durch Restaurator Ralf Schröder, ein Jahr später zudem durch den heutigen Leiter und Kunsthistoriker Uwe Beitz.

Stefan Deiters, seit diesem Jahr Vorsitzender des zeitgleich mit dem Museum gegründeten Museumsvereins, lobte den Museumsleiter, der im Februar in den Ruhestand geht: „Sie sind es, der aus dem Museum etwas gemacht hat. Sie haben es aus einem Provisorium herausgeführt und professionell aufgestellt.“ Zukünftig werde man sich vielen Herausforderungen stellen müssen, so Deiters in Hinblick auf die zunehmende Digitalisierung. „Ein Museum wird trotzdem Bestand haben“, so Deiters: „Es ist die direkte Begegnung mit der Kultur.“ Immer mehr Menschen strömten in Museen, um das echte Kunstwerk zu sehen, es bleibe faszinierender als das virtuelle. Hier habe man das erkannt: So sei von der ursprünglichen Idee, aus einer ganzen Museumsleiterstelle eine halbe zu machen, längst abgesehen.

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