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Mehr Einwohner, mehr Kaufkraft

Gettorf Mehr Einwohner, mehr Kaufkraft

Nein zu einer Drogeriemarkt-Ansiedlung im Gewerbegebiet. Die Gemeinde Gettorf hat bereits Konsequenzen aus dem aktualisierten Einzelhandelsgutachten gezogen. Das 65 Seiten starke Papier ist Montag Thema einer Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Verkehr, Bauwesen und Umwelt.

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Der Sky-Markt, der Discounter Penny und der Rossmann-Drogeriemarkt sind die wichtigsten Frequenzbringer im Gettorfer Ortszentrum.

Quelle: Burkhard Kitzelmann

Gettorf. „Seit mehr als zehn Jahren ist die Einzelhandelssituation in Gettorf gekennzeichnet durch einen zunehmenden Wettbewerb zwischen dem Ortszentrum und dem Standort Ravensberg“, heißt es im vom Büro Convent Mensing in Kooperation mit der Bulwiengesa AG, beide Hamburg, erstellten Gutachten. Der letzte in der Eichstraße verbliebene wesentliche Frequenzbringer sei der Rossmann-Drogeriemarkt. Dieser wäre nach Überzeugung der Gutachter stark unter Druck geraten, wenn der Filialist dm am Ravensberg die Erlaubnis für einen neuen Markt bekommen hätte. Damit wäre dem Ortszentrum womöglich ein Magnet verloren gegangen, was sich auch negativ auf die anderen, kleineren Einzelhandelsgeschäfte im Ortszentrum ausgewirkt hätte.

Die Voraussetzungen für einen florierenden Einzelhandel scheinen in der Wohld-Gemeinde nicht die schlechtesten zu sein. Gettorfs Einwohnerzahl steigt – und das schneller als auf Amts-, Kreis- und Landesebene. Das beflügelt die Kaufkraft. Positiv bewerten die Gutachter den überproportionalen Anteil der unter 25-Jährigen sowie der kaufkraftstarken und daher auch für den Einzelhandel besonders relevanten Zielgruppe der 40- bis 59-Jährigen. Aktuell kommt der Einzelhandel in Gettorf auf einen Umsatz von 63 Millionen Euro im Jahr.

Laut einer Kundenbefragung wird das Ortszentrum zu 84 Prozent aufgesucht, um einzukaufen. Ärzte haben einen Nennanteil von neun Prozent, mit ebenfalls neun Prozent fallen Gastronomiebesuche nach Aussage der Gutachter vergleichsweise gering aus. Zum Bummeln kamen laut Umfrage nur drei Prozent der Befragten ins Ortszentrum.

Nicht überraschend: Der Fachmarktstandort Ravensberg wird fast ausschließlich zum Einkaufen aufgesucht. Für Besucherfrequenzen sorgt dort, wie in der Expertise nachzulesen ist, auch der bei Edeka installierte Edeka-Markt.

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Burkhard Kitzelmann
Eckernförder Nachrichten

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