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Wohlfühlklima für Mensch und Kunst

St.-Jürgen-Kirche in Gettorf Wohlfühlklima für Mensch und Kunst

Die St.-Jürgen-Kirche – mit ihrem 64 Meter hohen Turm das Wahrzeichen Gettorfs – bekommt eine neue Heizung. Das angestrebte Wohlfühlklima im Gotteshaus soll jedoch nicht nur den Gottesdienst- und Konzertbesuchern zugute kommen, sondern auch den Kunstwerken und der 150 Jahre alten Marcussen-Orgel.

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Feiert in zwei Jahren 700. Geburtstag: Die St.-Jürgen-Kirche mit ihrem 64 Meter hohen Turm ist das Wahrzeichen Gettorfs.

Quelle: Burkhard Kitzelmann

Gettorf. Damit die Bilder, Statuen und das Instrument künftig nicht mehr so schnell verschmutzen und Schimmel ansetzen, müssen Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit optimiert werden. Der Kirchbauverein wird sich mit 40000 Euro an der Baumaßnahme beteiligen, wobei ein Teil des Geldes auch zur Verbesserung der Akustik in der Konzertkirche verwendet werden soll. Dies beschlossen die Mitglieder am Dienstagabend mit großer Mehrheit.

Bereits seit drei Jahren wird über eine neue Heizung geredet. Warum ziehen sich die Planungen so lange hin? „Es geht hier nicht um ein Einfamilienhaus. Jede Kirche ist anders“, erklärte Pastorin und Kirchenvorstandsvorsitzende Christa Loose-Stolten. Hinzu komme, dass unter anderem aus Gründen des Denkmalschutzes nichts ohne die Zustimmung des Nordkirchenamts gemacht werden dürfe.

Nachdem etliche Alternativen geprüft und wieder verworfen wurden, soll jetzt umgesetzt werden, was bereits zu Beginn der Diskussionen als Lösungsmöglichkeit im Raum stand. Die Planer favorisieren Heizrohre mit Lamellen, die unter den Kirchenbänken angebracht werden. Eine elektronische Steuerung soll nicht nur die Heizleistung, sondern zum Schutz der Kunstwerke und der Orgel auch die Luftfeuchtigkeit regulieren.

Die Installation der Heizung erfolgt nach Mitteilung von Bauausschuss-Mitglied Hans-Christian Sacht voraussichtlich Anfang nächsten Jahres. Der Zeitraum vor Weihnachten wäre seinen Worten zufolge ungünstig, da dann viele Konzerte stattfinden. Die Kosten für die neue Heizungsanlage stehen noch nicht fest. Laut Christa Loose-Stolten müsse mit einem sechsstelligen Betrag gerechnet werden.

Im vergangenen Jahr beteiligte sich der Kirchbauverein mit 12000 Euro an neuen Stablampen für das Außengelände der Kirche. Außerdem übernahm der Verein die Kosten (7500 Euro) für die Restaurierung der zwölf Apostelbilder, die an der Orgelempore angebracht sind. Auch wurden zwei Gemälde aus der Sakristei restauriert.

Erstmals nahm der neue Pastor im Pfarrbezirk III, Dirk Schulz, an einer Jahresversammlung des Kirchbauvereins teil. Was Vorsitzende Hannelore Struve besonders freute: Schulz übergab ihr gleich zu Beginn eine Beitrittserklärung. Damit zählt der Verein aktuell 238 Mitglieder. Hannelore Struve führt den 1998 von Manfred Seiler gegründeten Kirchbauverein seit zehn Jahren und wurde von den Mitgliedern einstimmig im Amt bestätigt, ebenso wie Kassenwart Stephan Struve und Schriftwart Tomas Bahr. Gerda Bergmann, seit 2008 Beisitzerin, schied auf eigenen Wunsch aus. Die Vorsitzende dankte ihr mit einem Blumenstrauß.

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Burkhard Kitzelmann
Eckernförder Nachrichten

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