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1,5 Millionen Euro Kita-Ausbau

Gettorfer freuen sich 1,5 Millionen Euro Kita-Ausbau

Die Gettorfer Gemeindevertretung konnte sich am Mittwoch über ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk freuen. Für die beiden geplanten Kita-Neubauten gibt es einen Investitionskostenzuschuss von über 1,5 Millionen Euro. „Wir müssen dieses Geld auch nicht zurückzahlen“, teilte Bürgermeister Jürgen Baasch (SPD) mit.

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Eine Unterkunft für bis zu 100 Menschen soll in den Containern der Isarnwohld-Schule in Gettorf eingerichtet werden. Bisher wurden in den Containern Fünftklässler unterrichtet.

Quelle: Jan Torben Budde

Gettorf. Insgesamt 32 Antragsteller hatten gehofft, sich aus einem von Bund und Land mit 2,9 Millionen Euro gefüllten Fördertopf bedienen zu können. Die Verteilung erfolgte über den Kreis, und zwar nach dem Windhundprinzip – im Klartext: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Gettorf war besonders schnell und sicherte sich damit den Löwenanteil aus dem Fördertopf, 21 andere Antragsteller wie etwa Altenholz, Kronshagen und Felde gingen leer aus und waren enttäuscht und verärgert.

 485000 Euro bekommt Gettorf für den dreigruppigen Erweiterungsbau an der Kita am Sportplatz. Mit den Hochbauarbeiten wird nach Auskunft des Bürgermeisters im März begonnen, die Fertigstellung sei „allen Unkenrufen zum Trotz“ rechtzeitig zum neuen Kindergartenjahr geplant. Für eine weitere, fünfgruppige Kita, für die der Standort noch nicht eindeutig geklärt ist, gibt es aus dem Fördertopf einen Zuschuss von knapp 1,08 Millionen Euro.

 Die bisher an der Isarnwohld-Schule als Klassenräume genutzten Container-Pavillons sollen für 100 Asylbewerber freigemacht werden (KN berichteten). In der Einwohnerfragestunde wurden diese Pläne kritisiert, wobei sich der Unmut insbesondere dagegen richtete, dass an diesem Standort alleinstehende männliche Flüchtlinge untergebracht werden sollen. Amtsvorsteher Kurt Arndt (SPD) und Amtsdirektor Matthias Meins erklärten übereinstimmend, dass es zu diesem Standort momentan keine Alternative gebe. Es seien alle Möglichkeiten geprüft worden. Die Verhandlungen mit der Brücke, Asylbewerber im leer stehenden Pflegeheim-Altbau am Hainweg unterzubringen, seien gescheitert.

 Meins bekräftigte, dass die Amtsverwaltung keine Sporthallen für die Unterbringung von Flüchtlingen nutzen wolle. „Das ist nachhaltig unser Ziel.“ Sicherheitstechnisch, so sagte er, bereite die Container-Lösung an der Schule keine Probleme. Am Donnerstag habe es in dieser Sache ein „ermutigendes Gespräch“ mit einem professionellen Sicherheitsdienst gegeben. Es werde jetzt eine Sicherheitsanalyse erstellt, erklärte Kurt Arndt. Politik und Verwaltung setzten nach wie vor auf Transparenz, so der Amtsvorsteher.

 Ganz ausgeräumt werden konnten die Sorgen der Eltern jedoch nicht. „Glauben Sie nicht, das Sie wegen rückläufiger Schülerzahlen den Schulstandort Gettorf gefährden?“, wollte eine Mutter von Schulverbandsvorsteher Hans-Ulrich Frank (CDU) wissen. „Sehr viele Eltern begrüßen die jetzt gefundene Lösung ausdrücklich und gehen davon aus, dass es ein friedliches Miteinander geben wird“, entgegnete er.

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Ein Artikel von
Burkhard Kitzelmann
Eckernförder Nachrichten

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