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Carport wird zur Fahrradwerkstatt

Gettorfer Awo Carport wird zur Fahrradwerkstatt

Orhan Shala kennt sich aus mit Zweirädern. Im Kosovo war er ein Fachmann für die Reparatur von Motorrollern und Motorrädern. In der neuen Fahrradwerkstatt, die auf Initiative des Flüchtlingsbeirats im Dänischen Wohld und der Awo in Gettorf entstanden ist, packt er jetzt tatkräftig mit an.

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Ludolf Pape vom Flüchtlingsbeirat hat gut lachen. Durch die Unterstützung der Arbeiterwohlfahrt konnte eine Fahrradwerkstatt geschaffen werden, in der sich unter anderem auch Orhan und Egzon Shala (von rechts) tatkräftig mit einbringen.

Quelle: Uwe Rutzen

Gettorf. Vor zwei Jahren ist Shala mit seiner Familie nach Gettorf gekommen. Armut und Perspektivlosigkeit haben ihn zur Flucht aus der Heimat veranlasst. In der Wohld-Gemeinde haben die Shalas ein neues Zuhause gefunden. Für die Unterstützung, die ihm, seiner Frau und seinen Kindern zuteil geworden ist, bedankt sich der 47-Jährige auf seine Art: In der Fahrradwerkstatt, die auf Initiative des Flüchtlingsbeirats im Dänischen Wohld und der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Gettorf und Umgebung entstanden ist, packt er tatkräftig mit an.

 Die Beleuchtung reparieren, Bremsen einstellen und neue Ventile einsetzen – für Orhan Shala ist all das kein Problem. Auch sein Sohn Egzon hilft mit. Der 14-Jährige spricht gut Deutsch. „Es ist schön hier in Gettorf“, sagt er, lächelt dabei und befestigt ein Kabel an der Vorderlampe eines Rades, das schon bessere Zeiten erlebt hat. Doch es ist verkehrssicher. Und das ist das Wichtigste. Denn längst nicht alle der 227 Flüchtlinge, die in der Region untergekommen sind und vom Beirat betreut werden, haben in der Mittelpunktgemeinde eine Unterkunft gefunden. Asylbewerber, die beispielsweise in Ruckforde leben, sind in starkem Maße auf ein Fahrrad angewiesen. Und damit die Räder auch sicher und intakt bleiben, wurde nun eine Fahrrad-Werkstatt auf dem Gelände der Awo an der Kieler Chaussee eröffnet.

 „Unser Carport wurde nicht wirklich genutzt“, erklärt Awo-Vorsitzender Wulf-Dieter Stark-Wulf. Durch die finanzielle Unterstützung des Rotary Clubs Eckernförde-Dänischer Wohld, der 2500 Euro spendierte, wurde innerhalb kürzester Zeit aus dem geschützten Standplatz für Autos eine kleine Werkstatt für Fahrräder samt Werkzeug, Werkbank und Kompressor. Uwe von Ahlften sorgt mit seinen Kenntnissen dafür, dass immer dienstags von 15 bis 17 Uhr sowie freitags von 9 bis 11 Uhr geöffnet ist.

 Ludolf Pape vom Flüchtlingsbeirat dankt allen, die bereits Fahrräder zur Verfügung gestellt haben. „Wir brauchen aber noch mehr“, hofft er, dass die Unterstützung nicht abreißt.

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Ein Artikel von
Uwe Rutzen
Ressortleiter Eckernförder Nachrichten

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