4 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
Hoffnung auf EU-Mittel für Hospiz

Gettorfer Finanzierungsmodell Hoffnung auf EU-Mittel für Hospiz

Ein stationäres Hospiz für die 13 Gemeinden zwischen Eckernförde und Kiel – dies steht auf der Wunschliste des Hospizvereins Dänischer Wohld ganz oben. In einem Gespräch mit dem Vorstand haben der Amtsvorsteher Kurt Arndt (SPD) und Amtsdirektor Matthias Meins Finanzierungsmöglichkeiten ausgelotet.

Voriger Artikel
Von Windrädern umzingelt
Nächster Artikel
Tierische Freude über Sammy

Palliativ gut versorgt und in Würde Abschied nehmen: Der Hospizverein Dänischer Wohld wünscht sich für die Region zwischen Eckernförde und Kiel ein stationäres Hospiz.

Quelle: Waltraud Grubitzsch

Gettorf.  Die Ergebnisse wurden am Mittwochabend dem Amtsausschuss vorgestellt. „Es handelt sich lediglich um ein Gedankenpapier“, stellte Arndt klar.

 Das Einzugsgebiet für das angedachte Hospiz hat knapp 36000 Einwohner und umfasst die Ämter Dänischer Wohld und Dänischenhagen sowie die Gemeinde Altenholz. Dem Hospizverein schwebt ein Haus mit zehn Betten vor. Das Finanzierungsmodell geht von Investitionskosten in Höhe von zwei Millionen Euro aus, die nach Vorstellung des Vereins durch Fördermittel, Spenden und – umgelegt auf die tatsächliche Einwohnerzahl – eine Beteiligung der Kommunen aufgebracht werden müssten. Die Aussichten, für das Vorhaben EU-Mittel von bis zu 750000 Euro aus dem Leitprojekt Integrierte ländliche Entwicklung zu erhalten, seien durchaus positiv, heißt es in dem Gedankenpapier. Auf die 13 Gemeinden käme insgesamt ein Investitionskostenzuschuss von einer halben Million bis 750000 Euro zu. Gemeinden wie Felm, Neuwittenbek und Tüttendorf wären demnach mit rund 15000 bis 25000 Euro dabei, Gettorf müsste bis zu 153000 Euro aufbringen.

 Wie sieht es im Amtsbereich mit der Unterbringung von Flüchtlingen aus? Aktuell sind nach Information von Matthias Meins 268 Asylbewerber registriert. 60 Flüchtlinge seien mittlerweile anerkannt. Für das laufende Jahr seien 214 Neuzugänge zu erwarten. Es handele sich allerdings um eine sehr vage Schätzung. Meins: „Die Zahlen steigen nicht in dem Umfang, wie wir hätten erwarten können.“ Mit den Sammelunterkünften in Gettorf (Bergstraße und Container an der Isarnwohld-Schule), Lindau (Ruckforde) und Schinkel (Amtshaus) sei das Amts gut aufgestellt. „Kein Flüchtling muss hier in Zelten wohnen“, ergänzte Amtsvorsteher Arndt. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung sollen die auf Beschluss des Amtsausschusses von September 2015 vorsorglich beantragten und mittlerweile auch bewilligten zinslosen Darlehen über drei Millionen Euro für den Bau weiteren Flüchtlingsunterkünfte nicht abgerufen werden. Noch bis Mai, darauf einigten sich die Mitglieder des Ausschusses, können die Gemeinden überlegen, ob sie diese Kredite eventuell für die Schaffung von bezahlbarem Mietwohnraum in Anspruch nehmen wollen. Die Zeit ist jedoch denkbar knapp, da die Abruffrist der Darlehen im Juli beziehungsweise im November endet.

 Die 10000 Euro, die der Amtsausschuss im Dezember dem Flüchtlingsbeirat zur Stärkung des Ehrenamts bewilligte, werden umgewidmet. Auf Wunsch des Beirats soll von dem Geld eine 450-Kraft finanziert werden, die für die ehrenamtlichen Helfer koordinierende Aufgaben übernimmt. Ihren Schreibtisch soll sie in dem Büro bekommen, das für die Koordinatoren für Flüchtlingsfragen, Sabine Axmann-Bruckmüller, in der Flüchtlingsunterkunft Bergstraße eingerichtet werden soll.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Burkhard Kitzelmann
Eckernförder Nachrichten

Mehr aus Nachrichten aus Eckernförde 2/3