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Gettorfer Flüchtlingsbeirat Jetzt mit Internetpräsenz

Seit drei Jahren kümmert sich der Flüchtlingsbeirat Dänischer Wohld um Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten und auf ihre Anerkennung als Asylberechtigte warten. Jetzt ist der Beirat mit eigener Internetpräsenz vertreten: www.fb-dw.de Die Idee hatte Annika Rathje.

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Annika Rathje hat die Website gestaltet.

Quelle: Thomas Faust

Gettorf.  Die Initiative für den Aufbau und die Gestaltung der Website ging von Annika Rathje aus. Unterstützt wurde die selbstständige Unternehmensberaterin, die sich in ihrer Freizeit im Flüchtlingsbeirat engagiert, von Margrit Gehl, Inga Tolk und Bodil Maria Busch. Annika Rathje: „Uns geht es darum, das Ehrenamt greifbar zu machen.“

 Wir reichen einander die Hand – so werden Besucher der Website begrüßt. „Wir“, das sind auf der einen Seite 227 Geflüchtete (bis Jahresende voraussichtlich noch 41 weitere) aus zwölf Nationen. Auf der anderen Seite sind es 78 Frauen und Männer unterschiedlichster Herkunft und Konfession aus der Region, die ihre Freizeit opfern, um diese Menschen willkommen zu heißen und ihnen dabei zu helfen, sich in ihrer neuen Umgebung zurechtzufinden.

 Auf der Website wird ausführlich darüber informiert, wie sich jeder Einzelne ganz nach seinen individuellen Möglichkeiten einbringen kann. Aufgaben gibt es genug. Wer einen Flüchtling betreuen möchte, kann eine Patenschaft übernehmen. Falls für eine solche verantwortungsvolle Aufgabe die Zeit fehlt, kann man sich auch als Sprachhelfer einbringen. „Den Zeitrahmen bestimmen Sie selbst“, so der Flüchtlingsbeirat. Auch für Deutsch- und Alphabetisierungskurse, für die Fahrradwerkstatt oder für die Unterstützung des Cafés International (jeden ersten und dritten Mittwoch im Monat im Haus Bergstraße 16 in Gettorf) werden helfende Hände gesucht. Wer sich nicht persönlich einbringen kann, möchte die Arbeit des Flüchtlingsbeirats vielleicht mit einer Sach- oder Geldspende unterstützen. Auf der Website wird erklärt, wofür diese Spenden benötigt werden und bei wem beziehungsweise wo sie abgegeben werden können.

 Auflistung von Terminen wie Erstinfoabende, Frauentreff und Café International, persönliche Ansprechpartner, Antworten auf häufig gestellte Fragen – auf www.fb-dw.de sind alle Informationen rund um die Betreuung von Flüchtlingen in Gettorf und Umgebung klar und übersichtlich gebündelt.

 Neben den nackten Zahlen und Fakten bekommt die Hilfe auf der Homepage ein Gesicht. Mitglieder des Beirats erzählen, warum sie sich engagieren und warum diese Arbeit für sie so erfüllend ist. „Wenn es nun andersrum wäre.... Wenn wir unser Leben plötzlich in einem völlig fremden Land fortsetzen sollten... Wie froh wären wir wohl darüber, wenn uns Menschen ihre Hilfe anbieten würden“, schreibt Patin Inga Tolk. Und Ammar Khalfah aus Syrien, der seit Januar 2015 in Gettorf lebt, bekennt auf der Internetseite: „Jeder Mensch braucht ein Zuhause, eine Arbeit und ausreichend Sicherheit. Unsere Sorgen sind doch gleich, denn wir sind ganz einfach alle Menschen.“

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Ein Artikel von
Burkhard Kitzelmann
Eckernförder Nachrichten

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