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Lust aufs Ehrenamt machen

Gettorfer TV Lust aufs Ehrenamt machen

Der Gettorfer Turnverein (knapp 2300 Mitglieder) feilt an einer neuen Satzung. In der Jahresversammlung im März 2016 sollen die Mitglieder über eine Neufassung abstimmen. Mit einer der Gründe dafür ist: Der Verein will mehr ehrenamtliche Kräfte ins Boot holen.

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GTV-Geschäftsführer Thomas Glüsing (links) und Vorsitzender Gunnar Buchheim befassen sich mit einer neuen Satzung.

Quelle: Jan Torben Budde

Gettorf. Das GTV-Spektrum reicht von Karate über Handball bis hin zum Tanzen: Ohne passende Strukturen gerät ein Club ins Straucheln. Der Gettorfer Turnverein (knapp 2300 Mitglieder) feilt nun an seiner Satzung, in der Jahresversammlung im März 2016 sollen die Mitglieder über eine Neufassung abstimmen. „Unsere Satzung stammt noch aus einer Zeit, als es im Verein nur ehrenamtlich Engagierte gab“, erklärt Vorsitzender Gunnar Buchheim. Um alle Sportler mit ins Boot zu nehmen, gab es am Sonnabend eine Mitgliederbeteiligung. Doch zum Bedauern von Buchheim und Geschäftsführer Thomas Glüsing lag die Teilnehmerzahl bei gerade einmal 20 Interessierten.

 Satzung, Strukturen – klingt trocken. „Ja, es ist ein komplexes Thema“, räumt Glüsing ein. Worauf zielt die Satzungsänderung ab? Der Betriebswirt sieht ein Problem bei der Vereinsorganisation. „Was hindert die Leute daran, sich ehrenamtlich zu engagieren?“ Stärkere berufliche Herausforderungen gingen zulasten der Freizeit. Eine Folge: Von sieben Vorstandsmitgliedern sei nur der Jugendwart nicht im Ruhestand, so der 36-Jährige. Dabei herrsche eine gewisse Amtsmüdigkeit. „Aber alle wollen die Arbeit gern in treuen Händen wissen“, betont der Geschäftsführer. Es fehle jedoch an Nachwuchs. „Der zeitliche Aufwand ist noch zu groß“, erklärt Buchheim.

 Um die Mitarbeit an der GTV-Spitze attraktiver zu machen, soll die Satzungsänderung her. Laut Glüsing zielen die Pläne darauf ab, die Richtlinienkompetenz in die Hände eines Aufsichtsrates zu legen, der strategische Entscheidungen treffe. „Dafür findet man eher Ehrenamtler“, vermutet er. Warum? Der Aufsichtsrat habe mit Verwaltung und Organisation nichts am Hut. Dafür gebe es einen dreiköpfigen operativen Vorstand, der Glüsing zufolge aus hauptamtlich Tätigen bestehen kann und vom Aufsichtsrat kontrolliert werde. Er erwartet eine effektivere Arbeit. Die nächste Mitgliederbeteiligung ist im Februar.bud

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