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VHS-Leiterin hört auf

Gettorf VHS-Leiterin hört auf

Zum Abschied legte Gabriele Maack den Gettorfern noch das frisch gedruckte VHS-Frühjahrsprogramm 2016 unter den Weihnachtsbaum. Zum Jahreswechsel hängt die 58-Jährige den Job nach 14 Jahren an den Nagel. „Aus familiären Gründen“, verrät sie, „ich möchte mehr Zeit für meinen Enkel Jonte haben.“

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Nach 14 Jahren hört Gabriele Maack als Gettorfer VHS-Leiterin auf: „Es war eine abwechslungsreiche Zeit.“ Exkursionen zu Kunstausstellungen möchte sie gern weiter begleiten.

Quelle: Jan Torben Budde

Gettorf. Für die Übergabe an ihren Nachfolger steht Gabriele Maack aber noch zur Verfügung. „Die Volkshochschule liegt mir am Herzen“, sagt die scheidende Chefin. Wer die Leitung übernimmt, steht laut Ute Schwauna vom Amt Dänischer Wohld noch nicht fest. Nach ihren Worten gibt es etwa 30 Bewerbungen. Das Kuratorium müsse noch tagen.

 Gabriele Maack trat das Amt im August 2001 an. Vorher hatte sie eine kaufmännische Ausbildung absolviert und Kunstgeschichte studiert. „Es ist eine wahnsinnig abwechslungsreiche Aufgabe, bei der man interessante Leute kennenlernt“, blickt die VHS-Leiterin zurück. „Man hat das Ohr an den gesellschaftlichen Entwicklungen.“ Obwohl es sich um eine nebenberufliche Tätigkeit mit Aufwandsentschädigung handele, sollte der Zeitaufwand nicht unterschätzt werden. „In den Ferien ist zwar weniger los, dafür arbeitet man zu Semesterbeginn gefühlt den ganzen Tag“, bilanziert sie.

 Im Oktober begann die Planung für das Frühjahrssemester, für das Herbstprogramm legte sie im April los. „Man schickt einen Rundbrief an die Dozenten raus – in der Hoffnung, dass alle weitermachen“, erzählt Gabriele Maack. Und wenn nicht? Dann versuchte die VHS-Leiterin, einen neuen Dozenten zu gewinnen. Sie entschied, ob neue Kursideen ins Programm passten, erstellte Raum- und Zeitpläne. Als Renner bezeichnet sie Gesundheitskurse wie Yoga oder Rückenschule, aber auch Sprachkurse erfreuten sich großer Beliebtheit. Zuletzt kam Deutschunterricht für Flüchtlinge hinzu.

 Zunächst befand sich das VHS-Büro bei ihr zu Hause, vor wenigen Jahren zog es ins Bürgerzentrum neben der Parkschule. „Ich wollte Volkshochschule und Privates mehr voneinander trennen“, erklärt die Leiterin. Denn die freie Zeiteinteilung berge durchaus Vor- und Nachteile. „Man verlässt das Büro nicht immer um 13 Uhr und hat dann Feierabend“, so Gabriele Maack. So müssten am Wochenende mitunter Veranstaltungsräume auf- und abgeschlossen werden. „Beschwerden waren die Ausnahme“, freut sie sich.

 Ihre Wünsche für die VHS? „Dass das Programm erhalten bleibt und sich noch weiterentwickelt.“ Gabriele Maack bleibt der Gettorfer Volkshochschule treu, wo sie Französisch lernt. Zudem möchte sie weiterhin Exkursionen zu Kunstausstellungen anbieten – im Februar geht’s nach Hamburg zu Picasso.

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