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Sorgenkind Süderstraße

Gettorf Sorgenkind Süderstraße

Die Gefahrenlage in der Kurve zwischen Bürgerpark und Sky-Markt an der Süderstraße kam im Gettorfer Bauausschuss zur Sprache. Anwohner wollen eine Unterschriftenaktion für Tempo 30 in der unübersichtlichen Kurve starten, da selbst die Polizei nicht helfen kann. Der Kreis ist zuständig.

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Hält eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 in dieser Kurve in Gettorf für sinnvoll: Jennifer Neustadt geht ab und zu mit Sohn Luca Joel (neun Monate) und dem Hund ihrer Mutter an der Süderstraße spazieren.

Quelle: Jan Torben Budde

Gettorf. „Mein Sohn wäre auf dem Gehweg beinahe von einem Traktor angefahren worden“, berichtete Lars Tosch am Mittwochabend in der Einwohnerfragestunde. Nach seiner Aussage wichen Trecker und Lkw allzu oft auf den Gehweg aus, um nicht dem Gegenverkehr in die Quere zu kommen. Gerade in der Erntezeit ruckelten landwirtschaftliche Fahrzeuge über die Süderstraße. Zudem halte sich längst nicht jeder Verkehrsteilnehmer an die Geschwindigkeitsbegrenzung. Er will nun eine Unterschriftenaktion für Tempo 30 in der unübersichtlichen Kurve starten, da selbst die Polizei nicht helfen könne.

 Marco Koch (CDU) nickte. „Tragisch, aber auch uns sind die Hände gebunden“, bedauerte der Ausschussvorsitzende. Es handele sich um eine Landesstraße (L 46), der Kreis sei zuständig. Die Kommunalpolitik könne das Anliegen nur an die Behörde weiterleiten, damit es in einer Verkehrsschau behandelt werde. „Tempo 30 wäre doch in unserem Sinne“, sagte Bodil Busch (Grüne), die den Kreis unter Druck setzen möchte. Nur wie?

 Auch Kurt Arndt sah zwar das Problem, jedoch kurzfristig keine Lösung. Unterdessen berichtete Bürgermeister Jürgen Baasch (SPD) von einer Unterschriftenaktion, die Bewohner der Straßen An der Gänsewiese und Boskamp organisierten. Wegen des Verkehrsaufkommens sorgten sich Eltern um ihre Kinder, wenn sie den Hasselrott (L 44) überquerten. Laut Bürgermeister fordern sie einen Zebrastreifen. Dafür seien fast 60 Unterschriften gesammelt worden – für die Verkehrsschau mit dem Kreis. Bisher gebe es dort zwar eine Querungshilfe, so Baasch. Doch den Kindern sei mulmig zumute, wenn sie zwischen rasenden Autos warten müssten.

 Grünes Licht erhielt zudem der Entwurf von Architekt Udo Redepennig für den Kita-Neubau am Sportplatz. Zuvor hatte der Büdelsdorfer Planer den Grundriss des Gebäudes präsentiert, das 2016 neben der bestehenden Kita öffnen soll. Zwischen Gruppen-, Schlaf-, WC-, Haushalts- und Personalräumen im Erdgeschoss soll eine Treppe nach oben führen, wo ein Mehrzweckraum vorgesehen ist. Laut Redepennig liegen die Kosten bei 912000 Euro. Die erste Kostenschätzung sei 22000 Euro niedriger gewesen, weil sie quasi im Eilverfahren erstellt wurde, um der Gemeinde den Zugriff auf Fördermittel zu ermöglichen.

 Ebenso wurde der Bebauungsplan Ringweg abgesegnet. Wo sich jetzt noch der Sportplatz befindet, sollen Ein-, Doppel- und Mehrfamilienhäuser sowie eventuell ein Reihenhaus entstehen.

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Ein Artikel von
Jan von Schmidt-Phiseldeck
Wirtschaftsredaktion

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