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Glasfasernetz für 37,5 Millionen kommt ab Februar

Breitbandversorgung Glasfasernetz für 37,5 Millionen kommt ab Februar

Die Arbeit am 37,5-Millionen-Euro-Projekt kann beginnen. Mit den Schleswiger Stadtwerken als Netzbetreiber will der Breitbandzweckverband (BZV) der Gemeinden des Amtes Schlei-Ostsee und der Stadt Kappeln bis Ende 2019 für schnelles Internet von Altenhof im Süden bis Kappeln sorgen.

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Ein Fünkchen Hoffnung bleibt

Der Ausbau zwischen Altenhof und Kappeln kann starten. Wolfgang Schoofs (vorne li.) und Hartmut Keinberger unterschreiben den Vertrag.

Quelle: Rainer Krüger

Eckernförde/Schlei-Ostsee. Stadtwerke-Chef Wolfgang Schoofs und BZV-Vorsteher Hartmut Keinberger unterzeichneten am Donnerstag den Vertrag.

Wie Gunnar Bock, Amtsdirektor des Amtes Schlei-Ostsee und Mitinitiator des Projekts, mitteilte, erhielten die Stadtwerke nach einer europaweiten Ausschreibung den Zuschlag. „Von ehemals neun Bewerbern haben sie das wirtschaftlichste Angebot gemacht“, erklärte Bock. Der neue Netzbetreiber übernimmt zunächst den Bau des Leitungsnetzes. Nach Fertigstellung wird es an den BZV verkauft. Der Verband verpachtet es anschließend an die Stadtwerke. Durch deren jährliche Einzahlung will der BZV binnen 25 Jahren seine Investitionen wieder reinholen.

Das Leitungsnetz für Glasfaserkabel in 18 Gemeinden des Amtes und für die Stadt Kappeln soll bis Ende 2019 verlegt werden. „Es gibt 11400 Haushalte im Gebiet“, erklärte Bock. Angestrebt werde eine 95-prozentige Anschlussquote, wirtschaftlich nötig seien 60 Prozent, also 6840 Haushalte. Er erläuterte, was für die 37,5 Millionen Euro Bruttoinvestitionen geleistet werde. 485 Kilometer Glasfaserkabel müssten verlegt werden, auf 395 Kilometern seien Tiefbauarbeiten nötig.

Schoofs schlug aus Anlass der feierlichen Unterschriften in der Amtszentrale in Eckernförde gleich die Werbetrommel. „Wir bauen ein Bürgerbreitbandnetz. Für Privatkunden garantieren wir einen Glasfaseranschluss mit 75 Megabit pro Sekunde Download-Geschwindigkeit“, kündigte er an. Neben Internet komme auch TV und Telefon per Kabel. Seine Motivationshilfe, um künftige Kunden zu werben. „Während der Bauphase bekommen Kunden den Hausanschluss umsonst.“ Dazu müssten sie sich melden, ehe Glasfaserkabel bei ihnen verlegt werden. Einen Plan, wie das Netz gebaut werden soll, gibt es laut Schoofs schon. Von Südwesten her soll das Gebiet ab Februar 2017 erschlossen werden. In 2017 Güby, Hummelfeld, Fleckeby, Kosel, Windeby und Gammelby. 2018 sollen Barkelsby, Loose, Waabs, Damp und Dörphof folgen. 2019 sollen Rieseby, Holzdorf, Thumby, Winnemark, Brodersby und Kappeln erschlossen werden.

Schoofs verwies darauf, dass die Stadtwerke in Schleswig schon ein Glasfasernetz betreiben. Das Geschäftsfeld soll ausgebaut werden. 20 Neueinstellungen seien geplant. Für Keinberger war die Vertragsunterschrift „ein Meilenstein“. Er war froh, einen Netzbetreiber aus der Region zu haben. Im Dezember soll das Marketing fürs neue Netz anlaufen.

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