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Natur, wie sie noch nie zu sehen war

Green Screen Eckernförde Natur, wie sie noch nie zu sehen war

Alljährlich lockt es tausende naturbegeisterte Besucher und über 100 Filmemacher an die Ostsee: Vom 10. bis 14. September steht Eckernförde wieder im Zeichen des Internationalen Naturfilm-Festivals Green Screen.

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Beiträge über Tiere stehen bei den Besuchern des Naturfilm-Festivals in Eckernförde alljährlich ganz hoch im Kurs. So dokumentiert Fathollah Amiri seltene Reptilienarten im Iran.

Quelle: Fathollah Amiri

Eckernförde. Was wo gezeigt wird, wie Karten geordnet werden können und welche Experten welche Seminare anbieten, ist dem Programmheft zu entnehmen, das jetzt erhältlich ist.

„Das Interesse, Naturfilme als Kinoereignis auf einem Festival zu erleben, wächst stetig“, sagt Michael van Bürk aus dem Vorstand des Fördervereins Green Screen. Mit 15000 Festivalbesuchern und rund 10000 Zuschauern bei weiteren Veranstaltungen während des Jahres sei es mittlerweile das größte jährliche Naturfilm-Festival in Europa. Darüber hinaus habe sich Eckernförde an den Tagen im September zu einem angesagten Treffpunkt für Experten des Naturfilms aus Deutschland und anderen europäischen Ländern, aber auch aus den USA, Japan oder Indien entwickelt. Filmemacher, Produzenten und Programmverantwortliche von Fernsehsendern – darunter Arte, BBC, ARD und ZDF – würden Green Screen als internationalen Branchentreff nutzen.

 In diesem Jahr wurden wieder 200 Filmproduktionen aus aller Welt eingereicht. 100 davon werden während des fünftägigen Festivals an sechs Spielstätten gezeigt. Am Ende werden in 15 Kategorien Preise vergeben, von „Bester Kamera“ bis hin zum „Besten ökologischem Film“. Die Trophäen aus Sand seien nach van Bürks Worten in der internationalen Fachwelt überaus begehrt.

 Neben den Filmvorführungen betont das Festival aber auch ein naturpädagogisches Ziel. So würden nach Angaben des Vorstandsprechers jährlich rund 8000 Schulkinder – rund 3500 beim Festival und weitere 4500 bei der Green-Screen-Schulkinowoche in sechs Städten Schleswig-Holsteins – erreicht. Außerdem haben bisher rund 400 Jugendliche in den einwöchigen Filmcamps des Festivals im Wildpark Eekholt bei Bad Segeberg eigene Filme hergestellt. Begleitet von Filmemachen und Pädagogen entwickeln sie durch ihre intensive Beschäftigung mit einem Thema – seien es Störche, Fischotter oder Seeadler – ein nachhaltiges Interesse an der Natur und am Naturschutz.

 Eingeleitet wird das Festival stets mit den „Eckernförder Gesprächen“. In diesem Jahr geht es dabei um „Die Rückkehr der Wölfe“. Auch Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck wird daran am Mittwoch, 9. September, ab 19 Uhr in der „Galerie 66“ in der Kieler Straße 78 in Eckernförde teilnehmen.

 Ein Kino-Erlebnis der besonderen Art präsentieren die Küstenforscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht den Green-Screen-Besuchern: Am Eckernförder Hafen werden vom 10. bis 14. September in einer eigens aufgestellten Kuppel in einer 360-Grad-Projektion zwei rund achtminütige Filme als Dauerprogramm gezeigt. Die Küstenforscher stellen im Projekt „Uhrwerk Ozean“ ihre Forschung vor. In dem 360-Grad-Filmerlebnis geht der Betrachter auf eine Reise von der Tiefsee bis ins Weltall. Neben der Medien-Kuppel wird das Forschungsschiff „Ludwig Prandtl“ des Helmholtz-Zentrums im Eckernförder Hafen liegen. Besucher können das Schiff und die Forschungseinrichtungen an Bord erkunden.

Green Screen - Service:

Das Festival-Programm liegt vielerorts kostenlos aus. Es kann auch bei Green Screen unter Tel.: 04351/470043 bestellt werden. www.greenscreen-festival.de

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Ein Artikel von
Uwe Rutzen
Ressortleiter Eckernförder Nachrichten

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