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Bester Film 2017 ist The Ivory Game

Green Screen Filmpreise Bester Film 2017 ist The Ivory Game

Oscar-Feeling und Jubel in der Stadthalle von Eckernförde am Sonnabend: Der Siegerfilm bei Green Screen 2017 ist "The Ivory Game". Die brisante Produktion für Netflix von Walter Köhler mit der Regie von Kief Davidson und Richard Ladkani deckt den Elfenbeinschmuggel in Afrika schonungslos auf.

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Szene aus dem Film The Ivory Game, brisanter Dokumentarfilm über die Abgründe des Elfenbeinschmuggels: Der unter anderem von den Terra Mater Filmstudios (Wien) produzierte Film von Walter Köhler, Kief Davidson und Wolfgang Knöpfler ist der beste Naturfilm 2017 bei Green Screen.

Quelle: Tobias Corts/Terra Mater

Eckernförde. 16 Filmpreise vergab die hochkarätige Jury unter Leitung des Produzenten Heinz von Matthey. Den Preis für die Beste Story stifteten die Kieler Nachrichten. Den erhielt der Film "Megeti - Afrika's Lost Wolf" von Yann Sochaczewski und Henry M. Mix. Es erzählt die dramatische Geschichte einer einsamen äthiopischen Wölfin, die ihr Rudel verloren hat.

Filmen unter Lebensgefahr, volles Risiko bei den Kosten

"The Ivory Game setzt einen neuen Maßstab im Naturfilm", begründeten die Juroren ihre einmütige Entscheidung. Produzent ist Walter Köhler, Chef von Terra Mater Factual Studios in Wien und einer der einflussreichsten Männer der Naturfilmszene in Europa. Er nahm den Siegerpreis bewegt aus der Hand von Festivalleiter Dirk Steffens entgegen, nachdem er zum dritten Mal an diesem Abend die Bühne unter tosendem Applaus auf die Bühne gerufen wurde. "Bei den extrem aufwändigen, jahrelangen Recherche und Dreharbeiten begaben sich unsere Teams in Lebensgefahr", berichtete er vor übervollem Saal. "Auch sonst sind wir volles Risiko eingegangen." Kosten, Aufwand, Gefahren ließen auch große Fernsehsender vor so einer Produktion zurückschrecken. Köhlers Beweggrund, das Projekt trotzdem anzupacken: "Ich mache seit Jahrzehnten Naturfilme, die auch Geld einspielen. Ich will jetzt etwas in Gang bringen für die Natur, Veränderungen initiieren auf der politischen Ebene." Für das illegale Geschäft mit Elfenbein werden in Afrika Elefanten in Massen abgeschlachtet.

Neuer Zuschauer- und Filmemacherrekord

"Die Zusammenarbeit bei so einem Werk mit einem Streaming-Dienst setzt Zeichen für die Zukunft des Naturfilms", betonte Steffens. Er ist selbst seit 25 Jahren Naturfilmer und ist unter anderem Moderator und Autor für Terra-X. Er verkündete auch zudem neue Rekorde des besucherstärksten Naturfilmfestivals in Europa: Über 18000 Zuschauer kamen an den fünf Tagen nach Eckernförde. 164 Filmemacher aus zehn Ländern waren dabei.

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Ein Artikel von
Cornelia Müller
Eckernförder Nachrichten

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